Comeback der Roten Landkrabbe

Welt / 14.01.2022 • 22:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zu Beginn der Regenzeit machen sich Millionen der roten Krabben auf den Weg zum Meer. Rts
Zu Beginn der Regenzeit machen sich Millionen der roten Krabben auf den Weg zum Meer. Rts

Population auf Weihnachtsinsel wieder gewachsen.

Sydney Der Paarungsmarsch der Roten Landkrabben auf der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel gilt als eines der größten Naturspektakel der Welt. Wenn im November die Regenzeit beginnt, setzen sich in den Wäldern viele Millionen knallroter Panzerträger zu einer Wanderung Richtung Meer in Bewegung. Eine bestimmte Ameisenart und andere Faktoren hatten die Krabbenzahl jahrzehntelang stark dezimiert. Nun ist ihre Zahl Experten zufolge wieder auf das Niveau der 1990er-Jahre gestiegen. Schätzungen zufolge gebe es mittlerweile etwa 190 Millionen der knallroten Krebstiere auf der Insel, sagte Tanya Detto, Koordinatorin des Christmas Island Invasive Species Project. Von 2001 bis 2015 seien es nur etwa 40 bis 50 Millionen gewesen. Dutzende Millionen der Tiere seien aber noch zu klein, um sich auf die Wanderung zu machen und fortzupflanzen. “Viele dieser kleinen Krabben werden wahrscheinlich nicht überleben, bis sie erwachsen sind”, so Detto. Die Population werde sich deshalb wohl wieder da einpendeln, wo sie vor dem Auftauchen der Gelben Spinnerameise stand – bei etwa 120 Millionen Exemplaren.

Natürliche Feinde haben die Krabben eigentlich nicht, abgesehen von eben jener Ameisenart (Anoplolepis gracilipes), die in den 1990er-Jahren wohl von einem Schiff aus Afrika eingeschleppt wurde. Die Insekten können mit ihrem Gift die Augen der Krabben verätzen, so dass sie erblinden und sterben. Die staatliche Behörde Parks Australia hat jahrelang versucht, die Ameisen auszurotten – offenbar erfolgreich, unter anderem mit biologischen Mitteln.

Die Tiere marschieren zur Regenzeit gemeinschaftlich zur Küste. Dort angekommen, graben die Männchen Höhlen und warten auf Weibchen zur Paarung. Die Weibchen bleiben danach etwa zwei Wochen lang in den Höhlen, bis sie ihre Eier in den Ozean abgeben. Dort schlüpfen die Larven und kehren später als Babykrabben zurück.

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