21-Jähriger nach 24 Stunden aus Tiroler Schlucht gerettet

Welt / 31.01.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ötztal Ein 21-jähriger Urlauber aus Berlin ist im Ötztal vor dem Erfrieren gerettet worden. Der junge Mann musste nach Polizei-Angaben eine Nacht und einen Tag lang allein und ungeschützt in einer vereisten Schlucht im Windachtal im Tiroler Ötztal ausharren.

Durchnässt und unterkühlt

Der Deutsche war seit Samstagabend aus einer Ferienunterkunft vermisst worden und wurde schließlich mehr als 24 Stunden später von Einsatzkräften in der Schlucht aufgefunden, bestätigte die Polizei. „Er war durchnässt und stark unterkühlt“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Eine zweite Nacht hätte der 21-Jährige in diesem Zustand nicht überlebt. Der 21-Jährige, der ansprechbar war, wurde nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen. Mithilfe einer Drohne der Feuerwehr wurden am Sonntag die Fußspuren des Abgängigen geortet und rückverfolgt, hieß es. Die Suchaktion war laut dem Bericht am Samstag gestartet worden, nachdem der 21-Jährige mit autistischer Veranlagung gegen 17 Uhr bereits ein zweites Mal aus der Unterkunft verschwunden war, ohne seinen Eltern Bescheid zu geben. Zuvor war er bereits einmal via Handy-App gefunden worden. Die Eltern alarmierten schließlich die Einsatzkräfte. 35 Mann der Bergrettung Sölden, die Feuerwehr Landeck, Suchhunde der Polizei und der Hubschrauber „Libelle“ waren im Einsatz, ehe der junge Mann aus seiner Lage befreit werden konnte.

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