OSZE-Beobachter berichten von Gefecht in Luhansk

Welt / 17.02.2022 • 10:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein ukrainischer Soldat bei Popasna, in der Luhansk-Region. <span class="copyright">AP</span>
Ein ukrainischer Soldat bei Popasna, in der Luhansk-Region. AP

In der Ost-Ukraine ist es nach Darstellung der OSZE-Beobachter vor Ort zu Gefechten gekommen.

Kiew Demnach habe es einen Artillerie-Beschuss gegeben, wie es aus diplomatischen Kreisen unter Berufung auf die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) heißt. Das ukrainische Militär berichtete, aus dem Gebiet der pro-russischen Separatisten sei im Gebiet von Luhansk auf eine Ortschaft geschossen worden.

Zuvor hatte die ukrainische Armee einen Beschuss von Stellungen pro-russischer Separatisten dementiert. Obwohl man mit Artillerie beschossen worden sei, sei das Feuer nicht erwidert worden, sagt ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte laut der Nachrichtenagentur Reuters. Von Russland unterstütze Rebellen warfen ukrainischen Regierungstruppen vor, ihr Territorium angegriffen zu haben. Die Streitkräfte hätten bei vier Angriffen in den letzten 24 Stunden Mörser, Granatwerfer und ein Maschinengewehr eingesetzt, erklären Vertreter der selbst ernannten Volksrepublik Luhansk.

Ukrainischer Soldat markiert Einschlagsstellen von Artilleriegranaten in Luhansk (14.Februar) <span class="copyright">AP</span>
Ukrainischer Soldat markiert Einschlagsstellen von Artilleriegranaten in Luhansk (14.Februar) AP

Russland betont Truppenabzug

Entgegen geäußerter erheblicher Zweifel der USA und der NATO hat Russland den Teilabzug seiner Truppen nahe der Ukraine bekräftigt. Nach dem Abschluss von Manövern seien Panzer des Wehrbezirks West zum Abtransport bereit gemacht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau Donnerstag mit. Dazu veröffentlichte es ein Foto, dass die Kampffahrzeuge zeigen soll. Die US-Regierung hatte den von Moskau angekündigten Teilabzug zuvor als Falschinformation eingestuft.

Washington geht stattdessen nach eigenen Angaben von einem weiteren Ausbau der Militärpräsenz aus. In den “zurückliegenden Tagen” habe Russland rund 7.000 zusätzliche Soldaten in die Nähe der ukrainischen Grenze gebracht, sagte ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses am Mittwochabend. Auch die NATO hatte bereits von einem russischen Truppenaufbau anstatt des angekündigten Teilabzugs gesprochen. Unterdessen gingen mehrere russische Manöver weiter – unter anderem das im Nachbarland Belarus. Im Kaspischen Meer begann laut Verteidigungsministerium eine Marine-Übung mit 20 Schiffen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die russische Darstellung eines teilweisen Truppenanzugs von der Grenzregion zurück. Der “Bild” sagte Selenskyj: “Wir glauben nicht, was wir hören, sondern nur das, was wir sehen.” APA

Ukraine rief zum "Tag der Einheit" auf. <span class="copyright">AP</span>
Ukraine rief zum "Tag der Einheit" auf. AP