Unwetter nehmen in Österreich zu

Welt / 21.04.2022 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Starkregen und Gewitter mit Hagel in den Sommermonaten haben im 2021 große Schäden verursacht. APA
Starkregen und Gewitter mit Hagel in den Sommermonaten haben im 2021 große Schäden verursacht. APA

Heftige Gewitter haben dem Klimastatusbericht zufolge viel zu warmes Jahr 2021 geprägt.

Wien Das vergangene Jahr war mit einem Plus von 1,2 Grad Celsius im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 “viel zu warm” und zudem von heftigen Unwettern und lokalen Rekordregenmengen geprägt. Das geht aus dem am Donnerstag bei der Fachkonferenz “Klimatag 2022” in Wien vorgestellten “Klimastatusbericht 2021”, der jährlich im Auftrag des Klima- und Energiefonds und der Bundesländer erstellt wird, hervor. Die Autoren des Reports erwarten eine weitere Zunahme schwerer, schadensverursachender Gewitter während des 21. Jahrhunderts in Österreich.

Auch wenn 2021 nicht die extrem hohen Temperaturmittelwerte der Vorjahre erreichte, lag die Durchschnittstemperatur in Österreich bei 7,3 Grad Celsius. Sie war damit um 1,2 Grad höher als der Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990 (die Experten vergleichen immer mit 30-jährigen Messperioden, Anm.). Speziell der Juni des Vorjahres stach hervor: Eine Hitzewelle machte ihn zum drittwärmsten und drittsonnigsten Juni seit Messbeginn. Der Sommer insgesamt war der Klimabilanz zufolge österreichweit der neuntwärmste der über 250-jährigen Messgeschichte.

2021 reiht sich auch in die Serie sehr sonniger Jahre ein: Insgesamt 1707 Sonnenstunden bedeuteten ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Mittelwert des Bezugszeitraums 1961-1990.

Dagegen zeigt die Jahresbilanz der Niederschläge mit einem Mittelwert für ganz Österreich von rund 1000 Millimeter ein Defizit von sechs Prozent. Den ungewöhnlich trockenen Monaten Februar, März, April, Juni und September standen dabei ein außergewöhnlich regenreicher Juli (plus 38 Prozent) und August (plus 30 Prozent) gegenüber.

Blickt man noch weiter zurück, bestätigt das Jahr 2021 mit einer Abweichung von plus 1,1 Grad Celsius gegenüber dem Schnitt der gesamten Messgeschichte den starken Erwärmungstrend der vergangenen Jahrzehnte. Es reiht sich damit an die 21. Stelle der wärmsten jemals gemessenen Jahre.