UNO warnt vor Milliardenkosten wegen drohender Ölpest vor Jemen

Welt / 10.05.2022 • 19:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der verrostete Öltanker „FSO Safer“ vor der Küste Jemens. Maxar Technologies / AFP
Der verrostete Öltanker „FSO Safer“ vor der Küste Jemens. Maxar Technologies / AFP

sanaa Die UNO hat vor Milliardenkosten gewarnt, falls ein vor der Küste des Jemen aufgegebener Öltanker zerbricht. Der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen, David Gressly, warnte am Montag, dass ein Besuch mit technischen Experten an Bord der „FSO Safer“ darauf hindeutet, „dass das Schiff in Kürze auseinanderbrechen wird“. Die Beseitigung der drohenden Ölpest könnte 20 Milliarden Dollar (19 Mrd. Euro) kosten.

Der 45 Jahre alte Öltanker „Safer“ wurde lange Zeit als schwimmendes Öllager mit 1,1 Millionen Barrel Rohöl an Bord genutzt. Das Schiff liegt seit 2015 vor dem von Rebellen kontrollierten jemenitischen Hafen Hodeida, ohne gewartet zu werden.

Laut einer Schätzung benötigt die UNO 80 Millionen Dollar. Damit soll das Öl von der „Safer“ auf ein Ersatzschiff gepumpt werden. Gressly schätzte, dass für die Sicherungsarbeiten insgesamt 144 Millionen Dollar benötigt werden.