Die Welt im blauen Dunst

Welt / 30.05.2022 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Am Weltnichtrauchertag überdenken viele Erwachsene ihren Tabakkonsum. Besonders Jugendliche gilt es dringend, vor dem Nikotin-Einstieg zu schützen. ap 
Am Weltnichtrauchertag überdenken viele Erwachsene ihren Tabakkonsum. Besonders Jugendliche gilt es dringend, vor dem Nikotin-Einstieg zu schützen. ap 

Heute ist Weltnichtrauchertag. Schutz für die Jugend vor Nikotin-Einstieg gefordert.

wien, wiesbaden Knapp 1,5 Millionen Menschen greifen in Österreich täglich zur Zigarette. Auch Alternativprodukte wie E-Zigaretten, Snus oder Nikotin-Kaupäckchen sind insbesondere bei Jugendlichen weit verbreitet. Anlässlich des heutigen Weltnichtrauchertages fordert die Krebshilfe nun einen besseren Schutz der Jugend vor dem Nikotin-Einstieg.

Auch Alternativen machen süchtig

Der internationale Trend zu alternativen Nikotin-Produkten macht auch vor Österreich nicht Halt. Nikotin-USB-Sticks zum Dampfen oder Nikotin-Teepäckchen zum Kauen werden als Alternative zur Zigarette gepriesen. Doch aufgrund ihres Nikotingehalts bleibt auch bei diesen Produkten die Nikotinabhängigkeit bestehen. Vor allem für Jugendliche sind diese Innovationen anziehend: „Wir beobachten einen Konsumwandel von Tabak-Nikotinprodukten,“ erklärt Krebshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Wasserpfeifen werden von Österreichs Jugend fast schon so häufig wie gewöhnliche Zigaretten konsumiert.“ So führen diese neuen Tabak- und Nikotin-Produkte viele Jugendliche in die Nikotinabhängigkeit.

Motivation zum Rauchausstieg

In Österreich ist der gewerbliche Verkauf von rauchfreiem Tabak laut Tabakgesetz an Unter-18-Jährige zwar verboten, viele dieser Produkte sind aber über das Internet erhältlich. Der Konsum alternativer Nikotin-Produkte ist zudem für Unter-18-Jährige nicht verboten. Die erst kürzlich erfolgte Erhöhung der Zigarettenpreise nimmt Krebshilfe-Präsident Sevelda zum Anlass, Raucher zum Nikotin-Ausstieg zu motivieren: „Neben den gesundheitlichen Verbesserungen ist auch die finanzielle Ersparnis enorm, wenn man den Ausstieg schafft“, so Sevelda. Für den Jugendschutz ist die Preiserhöhung eine wichtige Maßnahme, das monatlich verfügbare Geld hat großen Einfluss auf den Tabakkonsum der Jugendlichen.