Nach Zugunglück in Garmisch: Ermittlungen nun ausgeweitet

Welt / 29.07.2022 • 22:49 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Fünf Menschen starben bei dem Zugunglück in Deutschland. APA, dpa
Fünf Menschen starben bei dem Zugunglück in Deutschland. APA, dpa

Garmisch-Partenkirchen Die Staatsanwaltschaft München II hat nach dem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen die Ermittlungen auf eine vierte Person ausgeweitet. Damit werde nun gegen vier Mitarbeiter der Deutschen Bahn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Freitag der dpa. Bei dem vierten Beschuldigten handle es sich um einen Fahrdienstleiter. Damit sind nun zwei Fahrdienstleiter im Visier der Ermittler. Das Ermittlungsverfahren bedeute nicht, dass die Beschuldigten tatsächlich Mitschuld treffe, erläuterte die Behörde.

Der Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München war am 3. Juni entgleist. Vier Frauen und ein 14-Jähriger aus der Region starben. 16 Menschen wurden schwer verletzt, etwa 50 leicht.

Die Strecke sei weitgehend für die Instandsetzung freigegeben, nur an einem Teilstück fänden noch Begutachtungen statt.