“Extrem gefährlicher Hurrikan”

Welt / 28.09.2022 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten Ausläufer des Wirbelsturms die Stadt Key West erreicht und Schäden angerichtet. AP
Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten Ausläufer des Wirbelsturms die Stadt Key West erreicht und Schäden angerichtet. AP

“Ian” hat bedrohlich an Kraft zugelegt und ist in Florida auf Land getroffen.

Tallahassee Der gefährliche Hurrikan “Ian” ist an der Westküste des US-Bundesstaats Florida am Mittwochabend (MESZ) auf Land getroffen. Das Zentrum des Wirbelsturms der Stärke vier von fünf traf nahe der Stadt Cape Coral auf die Küste, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Es handelt sich demnach um einen “extrem gefährlichen Hurrikan”, der zu meterhohen Sturmfluten, Überschwemmungen und heftigen Regenfällen führen dürfte.

Durch Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern sei mit schweren Schäden an Infrastruktur, Kommunikationsleitungen und großflächigen und anhaltenden Stromausfällen zu rechnen, warnten die Behörden.

Für 2,5 Millionen Menschen in der Region galten Evakuierungsanweisungen. Erste Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten im Bereich der Städte Fort Myers Beach, Cape Coral und Naples bereits heftige – teils meterhohe – Überschwemmungen. Rund 800.000 Haushalte in Florida waren am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bereits ohne Strom, wie die Webseite Poweroutage zeigte.

Das Zeitfenster schließe sich, hatte Floridas Gouverneur Ron DeSantis die betroffene Bevölkerung eindringlich in einer Ansprache gewarnt. “Sie müssen sich jetzt in Sicherheit bringen, sonst bekommen Sie relativ bald heftige Auswirkungen des Sturms zu spüren”, sagte er.

Schäden in Kuba

Am Dienstag war “Ian” als Hurrikan der Kategorie drei von fünf in Kuba auf Land getroffen. In der besonders betroffenen Provinz Pinar del Río seien zwei Menschen gestorben. Landesweit fiel der Strom zwischenzeitlich aus. Wegen der Stromausfälle und Störungen des Internetzugangs sowie der Telefonverbindungen erreichten nur allmählich Informationen die Öffentlichkeit. 

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