13 Jahre nach Absturz: Prozess gegen Airbus und Air France

Welt / 10.10.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Angehöriger hält ein Plakat hoch: „Französische Justiz – 13 Jahre zu spät“. ap
Ein Angehöriger hält ein Plakat hoch: „Französische Justiz – 13 Jahre zu spät“. ap

paris Gut 13 Jahre nach dem Absturz eines Flugzeugs zwischen Rio de Janeiro und Paris mit Hunderten Toten ist der Prozess gegen die Airline Air France und Hersteller Airbus angelaufen. Die Unternehmen sitzen seit gestern wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung in Paris auf der Anklagebank. Airbus wird vorgehalten, die Folgen eines Ausfalls der Pitot-Sonden für die Geschwindigkeitsmessung unterschätzt zu haben. Air France soll seine Piloten nicht ausreichend geschult und auf eine Extremsituation wie bei dem Unglücksflug vorbereitet haben. Die Konzerne hatten die Verantwortung für das Flugzeugunglück mit 228 Toten zurückgewiesen.

Die Air-France-Maschine war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio in die französische Hauptstadt von den Radarschirmen verschwunden. Der Airbus stürzte in den Atlantik. 228 Menschen starben. Lange war die Ursache unklar. Erst im Mai 2011 wurden die letzten Leichen und der Flugdatenschreiber aus etwa 4000 Metern Tiefe geborgen.

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