Haarige Schnecke begeistert internationales Forscherteam

Welt / 25.10.2022 • 22:27 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Das haarige Gehäuse steckt in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein.  Senckenberg
Das haarige Gehäuse steckt in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein.  Senckenberg

Frankfurt  Ein internationales Forscherteam hat eine haarige Schnecke in 99 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckt. Das Gehäuse der neuen Landschneckenart weist kurze, borstige Haare auf, die an dessen Rand angeordnet sind, teilte das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen am Dienstag mit. Offenbar verschaffte die Behaarung den Weichtieren einen evolutionären Vorteil.

Die fossile Schnecke stammt aus einer kreidezeitlichen Bernsteinmine in Myanmar. Insgesamt wurden acht Arten aus dem Bernstein geborgen, sechs davon tragen borstige Schalen. Die feinen Härchen, die auf der Schale der neu entdeckten Art gefunden wurden, sind nur 150 bis 200 Mikrometer lang. Die Verzierung von fossilen und heutigen Landschneckengehäusen mit Rippen, Haaren, Noppen oder Falten ist den Forschern zufolge nicht ungewöhnlich, deren Ausbildung sei dennoch komplex und geschehe in der Regel nicht ohne Zweck.

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