Ein Drittel der Welterbe-Gletscher bis 2050 verschwunden

Welt / 03.11.2022 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bereits jetzt verlieren die Welterbe-Gletscher jährlich 58 Milliarden Tonnen Eis. AFP
Bereits jetzt verlieren die Welterbe-Gletscher jährlich 58 Milliarden Tonnen Eis. AFP

Paris Gletscher in den Dolomiten, im Yellowstone-Nationalpark und auf dem Kilimandscharo werden einem Bericht der UN-Kulturorganisation Unesco zufolge bis 2050 sehr wahrscheinlich nicht mehr existieren. Insgesamt ein Drittel der Gletscher in Unesco-Welterbe-Gebieten werde als Folge der Klimaerwärmung bis dahin verschwinden, wie die Organisation mit Sitz in Paris am Donnerstag mitteilte.

Bereits jetzt verlieren die Welterbe-Gletscher jährlich 58 Milliarden Tonnen Eis, wie es im Bericht von Unesco und Weltnaturschutzunion (IUCN) heißt. Seit dem Jahr 2000 schmelzen sie demnach wegen hoher CO2-Emissionen schneller ab. Laut Unesco beheimaten 50 Welterbeflächen insgesamt 18.600 Gletscher. Diese seien zusammen etwa 66.000 Quadratkilometer groß und entsprächen etwa zehn Prozent der Gletscherfläche weltweit.

Zwei Drittel der Welterbe-Gletscher können dem Bericht zufolge noch gerettet werden. Dafür dürfe die Erderwärmung aber nicht auf mehr als 1,5 Grad über der vorindustriellen Zeit steigen. Laut Experten ist dieses 1,5-Grad-Ziel nur noch mit radikalem politischem Umsteuern möglich.

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