Indigene in Peru nahmen Dutzende Touristen als Geiseln

Welt / 04.11.2022 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Lima Im peruanischen Amazonasgebiet haben Indigene aus Protest gegen die Untätigkeit der Regierung nach einem Ölleck etwa 70 Touristen aus dem In- und Ausland festgesetzt. Unter den betroffenen Passagieren befinden sich Touristen aus den USA, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz. Sie würden auf einem Schiff auf dem Fluss Marañón festgehalten, sagte der Gemeindevorsteher der Ortschaft Cuninico, Watson Trujillo Acosta. Es gehe allen gut.

Sollten alte Menschen oder Kranke darunter sein, dürften sie das Schiff verlassen, betonte Trujillo Acosta. Mit dem Festsetzen der Urlauber wollen die Dorfbewohner die Regierung dazu bringen, etwas gegen ein Ölleck in der Region zu unternehmen. Zuletzt war immer wieder Öl aus einer Pipeline des Energiekonzerns Petroperú ausgetreten und hatte den Fluss Marañón verschmutzt. “Wir fordern, dass der Notstand verhängt wird und dass eine Kommission unter der Führung des Präsidenten unsere Region besucht”, sagte Dorfvorsteher Trujillo Acosta.

Petroperú teilte mit, dass die Pipeline immer wieder absichtlich beschädigt werde. Seit Dezember vergangenen Jahres seien über 50 Beschädigungen registriert worden. 

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