Orang-Utan schreibt Geschichte

Welt / 28.11.2022 • 22:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Endlich in Freiheit: Orang Utan Ben blickt noch einmal zurück. Er ist der 500. Orang-Utan, den die BOS Foundation seit 2012 ausgewildert hat. bos foundation
Endlich in Freiheit: Orang Utan Ben blickt noch einmal zurück. Er ist der 500. Orang-Utan, den die BOS Foundation seit 2012 ausgewildert hat. bos foundation

Meilenstein auf Borneo: Der 500. gerettete Orang-Utan wurde in die Freiheit entlassen.

jakarta Ein Meilenstein im Kampf um das Überleben der letzten Orang-Utans auf Borneo: Im Regenwald der riesigen Insel hat die Organisation BOS (Borneo Orangutan Survival) nun den 500. Menschenaffen ausgewildert.

Ben ist an diesem Novembertag nicht der einzige „neue Wilde“ im Nationalpark Bukit Baka Bukit Raya in Zentral-Kalimantan, dem indonesischen Teil von Borneo. Mit ihm werden Lima und Gonzales in die Freiheit entlassen, zwei weitere Halbstarke, fast im gleichen Alter. Zudem lebt im Nationalpark auch Bens Mutter Nanga. Die Primatin wurde 2006 aus einem Vergnügungspark in Thailand gerettet. Vier Jahre später brachte sie Ben zur Welt. 

„Wir dürfen nicht vergessen, dass dies nur ein Meilenstein und noch keine abgeschlossene Mission ist“, sagte BOS-Geschäftsführer Jamartin Sihite. „Es gibt immer noch Hunderte von Orang-Utans auf Vor-Auswilderungsinseln, in der Waldschule und auch hinter Käfiggittern, die alle auf die gleiche Chance warten.“

Gequälte Menschenaffen

Häufig werden Orang-Utans vom Säuglingsalter an unter teils furchtbaren Bedingungen als Haustiere gehalten oder für Shows in südostasiatischen Vergnügungsparks missbraucht. Nach ihrer Rettung müssen sie erst mühsam lernen, wie sie auf Bäume klettern, selbst Nahrung finden oder ein Schlafnest bauen. Daniel Merdes von BOS Deutschland, bezeichnete die 500. Auswilderung als „realistische Großchance“, eine vom Aussterben bedrohte Art zu erhalten. Die rotbraunen Affen leben heute nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra. 

Orang-Utan schreibt Geschichte

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