Mehr als 150 Verletzte bei ­Zugkollision in Barcelona

Welt / 07.12.2022 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Barcelona Schreck im morgendlichen Berufsverkehr: Beim Zusammenprall zweier Vorortzüge in der Millionenmetropole Barcelona sind Mittwochfrüh 155 Passagiere verletzt worden, die meisten davon leicht. 14 Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht, teilte der Zivilschutz auf Twitter mit. Nach Angaben der Feuerwehr war auch niemand in den Zügen eingeschlossen.

Menschen in Panik

Einer der beiden Züge mit zahlreichen Berufspendlern habe gestoppt, teilte der Zivilschutz weiter mit. Der zweite Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und sei aufgefahren. Insgesamt hätten etwa 800 Menschen in beiden Zügen gesessen. „Ich war in dem Zug, der stand und auf den ein anderer auffuhr. Es gab Panik, Schreie und Angst. Diese Sicherheitsmängel sind nicht hinnehmbar“, so der Passagier Josep Jorge.

Die Vorortbahnen im Berufsverkehr sind meist voll, viele Menschen finden keinen Sitzplatz. Bei einem starken Ruck werden sie von den Beinen gerissen.

Die Ursache des Unfalls, der sich in der Station Montcada i Reixac ereignete, war zunächst unbekannt. Verkehrsministerin Raquel Sánchez sagte, die Unfallursache werde untersucht. Es gibt jedoch immer wieder Kritik, es werde zu wenig in das Bahnsystem investiert. Züge kämen zu spät oder gar nicht und immer wieder gebe es kleinere Unfälle.

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