Zehntausende Gläubige nehmen Abschied

Welt / 02.01.2023 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Benedikt XVI bleibt drei Tage lang aufgebahrt.
Benedikt XVI bleibt drei Tage lang aufgebahrt.

Der Leichnam des emeritierten Papstes Benedikt XVI. wurde gestern im Petersdom in Rom aufgebahrt.

rom Im Petersdom konnten Gläubige gestern dem verstorbenen Benedikt XVI. die letzte Ehre erweisen. Kurz nach 9 Uhr öffneten sich die Türen zur Basilika, in der der Leichnam des emeritierten Papstes drei Tage lang öffentlich aufgebahrt werden soll. Zehntausende Menschen standen teilweise seit der Nacht Schlange, um Benedikt ein letztes Mal zu sehen.

Rund 40.000 Gläubige

Bei Tagesanbruch trugen zehn Männer mit weißen Handschuhen den Leichnam auf einer mit Stoff bespannten Holzbahre den Mittelgang der Basilika hinauf. Sie brachten Benedikt vor den Hauptaltar, wo die Gläubigen nun von ihm Abschied nehmen können. Zuvor waren die sterblichen Überreste des früheren Papstes aus der Kapelle des Klostergeländes zum Petersdom gebracht worden. In dem Kloster war Benedikt am Samstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Sein langjähriger Sekretär, Erzbischof Georg Gänswein, und einige geweihte Laien, die in Benedikts Haushalt dienten, folgten dem Wagen zu Fuß in einer stillen Prozession zum Petersdom.

Gestern bekamen die Menschen zehn Stunden Zeit, Benedikt noch einmal zu sehen, heute und am Mittwoch jeweils zwölf Stunden. 25.000 Menschen wurden am ersten Tag erwartet. Allein bis zum frühen Nachmittag nahmen dann aber nach Schätzungen der Vatikan-Gendarmerie bereits 40.000 Abschied vom früheren Papst. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Präsident Sergio Mattarella zählten zu den ersten Besuchern, die dem emeritierten Papst im Petersdom die letzte Ehre erwiesen. Der Leichnam von Benedikt XVI. in einem roten Messgewand liegt vor dem Bernini-Altar im Petersdom. Neben dem Sarg stehen zwei Schweizergardisten. Auch sein Privatsekretär Georg Gänswein hielt Montagfrüh Totenwache. Am Donnerstag wird Benedikt bestattet. Die Totenmesse zelebriert Papst Franziskus auf dem Petersplatz.

1000 Polizisten im Einsatz

Rom trifft für das Begräbnis des emeritierten Papstes besondere Sicherheitsvorkehrungen. Wie schon in der Vergangenheit bei der Beisetzung des 2005 verstorbenen Papstes Johannes Paul II. und bei großen Heiligsprechungszeremonien werden mehr als 1000 Polizisten eingesetzt, wie aus der römischen Präfektur am Sonntag verlautbarte. Die Zahl der Metalldetektoren zur Kontrolle der Gläubigen beim Zugang zum Petersplatz wird erhöht. Personen aus der ganzen Welt werden sich am Begräbnis beteiligen.

Benedikt XVI. war von 2005 bis 2013 Oberhaupt der katholischen Kirche, ehe er mit seinem Rücktritt für eine Sensation sorgte. Danach lebte er im Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten.

Rund 40.000 Menschen kamen gestern zum Petersdom.

Rund 40.000 Menschen kamen gestern zum Petersdom.

Massen von Gläubigen sammelten sich in der Basilika, um dem verstorbenen 95-jährigen Altpapst die letzte Ehre zu erweisen. ap
Massen von Gläubigen sammelten sich in der Basilika, um dem verstorbenen 95-jährigen Altpapst die letzte Ehre zu erweisen. ap
Kardinal Gambetti besprengt den Körper des Altpapstes mit Weihwasser.
Kardinal Gambetti besprengt den Körper des Altpapstes mit Weihwasser.

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