Retter hoffen auf ein Wunder

Welt / 03.01.2023 • 22:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Helfer versuchen weiter fieberhaft, die Erde um das Rohr mit Spezialgerät aufzuweichen und Platz zu schaffen, um die Betonröhre mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen. afp
Helfer versuchen weiter fieberhaft, die Erde um das Rohr mit Spezialgerät aufzuweichen und Platz zu schaffen, um die Betonröhre mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen. afp

Hunderte Helfer kämpfen weiter um das Leben des in einem Betonrohr gefangenen Buben.

hanoi Drei Tage nach dem Sturz eines Jungen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr im Südwesten von Vietnam versuchen Einsatzkräfte weiter, den Zehnjährigen zu retten. Ob der Junge noch lebt, sei unklar, berichteten vietnamesische Medien am Dienstag. Eine in das Rohr herabgelassene Kamera habe kein Lebenszeichen des Kindes gezeigt, teilten die Behörden am Nachmittag mit.

Schwierige Rettungsarbeiten

Helfer versuchten indes weiter fieberhaft, die Erde mit Spezialgerät aufzuweichen und Platz zu schaffen, um die am unteren Ende geschlossene Betonröhre mittels eines Krans aus der Erde zu ziehen. Heute Vormittag (Ortszeit) soll versucht werden, das Rohr nach oben zu ziehen. Der Junge, dessen Name mit Nam angegeben wird, war am Samstag in das Rohr auf dem Gelände einer Baustelle gestürzt, wo eine Brücke gebaut wird. Das Rohr hat nur einen Durchmesser von etwa 25 Zentimetern. Niemand habe gedacht, dass ein Zehnjähriger so tief in der Röhre eingeschlossen werden könnte. Medienberichten zufolge hatte der Junge nach seinem Sturz zunächst wohl um Hilfe gerufen. Die Einsatzkräfte hatten daraufhin immer wieder frischen Sauerstoff in die Tiefe gepumpt.

Die Rettungsarbeiten seien wegen der Enge des Rohrs und trotz großer Bemühungen “sehr schwierig”, zitierte die Zeitung “Tuoi Tre” einen Militärsprecher. Die Einsatzkräfte waren am Dienstag dabei, rings um das Rohr in die Tiefe zu bohren, um ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 1,5 Metern wie einen Käfig um das Betonrohr zu legen – und es so leichter herausziehen zu können. Der Plan sehe vor, anschließend mittels eines Detektors die genaue Position des Jungen zu bestimmen, bevor der Beton aufgeschnitten werde, sagte der Militärsprecher.

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