Gewaltvorwürfe nach Demo im umkämpften Dorf Lützerath

Welt / 15.01.2023 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Demonstranten wurden am Samstag von Einsatzkräften weggetragen. Reuters
Demonstranten wurden am Samstag von Einsatzkräften weggetragen. Reuters

Erkelenz Nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten vor dem umkämpften Dorf Lützerath haben sich beide Seiten Gewalttätigkeit vorgeworfen. Der Abriss von Lützerath schritt unterdessen schnell voran, die meisten Gebäude standen am Sonntag schon nicht mehr. Auch hielten sich nach Polizei-Angaben nur noch wenige Aktivisten auf dem Gelände auf. Zwei Klimaaktivisten harrten allerdings noch immer in einem unterirdischen Tunnel aus. Wenn die Räumung und der Abbruch beendet sind, will der Energiekonzern RWE die unter Lützerath liegende Kohle abbaggern.

Dagegen hatten am Samstag viele Tausend Menschen im Nachbarort Keyenberg demonstriert. Die Polizei sprach von 15.000 Teilnehmern, Fridays for Future von mindestens 35.000. Am Rand der Demo versuchten laut Polizei rund 1000 “Störer” auf das abgesperrte Gelände von Lützerath zu gelangen. Um sie abzuwehren, setzte die Polizei Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

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