Quer durch Nordamerika

Wetter / 29.03.2013 • 20:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit seinem wie ein Wohnwagen ausgestatteten Campingbus hat Wolfgang Schnitzer auf seiner Tour 54.000 Kilometer zurückgelegt. Foto: vn/Hartinger
Mit seinem wie ein Wohnwagen ausgestatteten Campingbus hat Wolfgang Schnitzer auf seiner Tour 54.000 Kilometer zurückgelegt. Foto: vn/Hartinger

Der Kennelbacher Wolfgang Schnitzer hat im Vorjahr eine achtmonatige Tour durch Nordamerika gemacht.

Kennelbach. (VN-mok) In Europa ist der 46-jährige Wolfgang Schnitzer schon viel herumgekommen. „Insgesamt 40 der 45 europäischen Länder habe ich in den vergangenen zehn Jahren bereist.“ Doch letztes Jahr wagte er dank Ersparnissen ein ganz neues Abenteuer.

Mit seinem braunen VW-Bus, der wie ein Wohnwagen eingerichtet ist, fuhr der Familienvater ganze acht Monate quer durch den nordamerikanischen Kontinent. Für den VW-Bus hat er sich vor allem aufgrund des geringen Treibstoffverbrauchs, der vier Schlafmöglichkeiten und der Beladungskapazität entschieden. Auf seiner Tour hat der gebürtige Bregenzer insgesamt stolze 54.000 Kilometer zurückgelegt und rund die Hälfte aller amerikanischen Bundesstaaten sowie zwölf der 13 kanadischen Provinzen erkundet.

Begonnen hat Wolfgang Schnitzers Tour im April 2012, nachdem sein Campingbus von Hamburg aus in die USA verschifft worden war. „Nach der Ankunft in Washington D.C. standen zuerst Städte wie New York auf dem Programm, bis es über die Grenze ins benachbarte Kanada ging“, schildert der Kennelbacher seine Reiseroute. Dort hielt er sich für kurze Zeit unter anderem in Toronto und Montréal auf, um dem Formel-1-Grand-Prix beizuwohnen, bevor es den Vorarlberger gen Osten in die Atlantik-Provinz Neufundland zog. Von dort aus machte er einen Abstecher zu der Insel St. John’s, deren französisches Flair ihm sehr zusagte. Anschließend besuchte er die kanadische Hauptstadt Ottawa, bis er sich auf den Weg nach Alaska machte, wo der Reisebegeisterte den Sommer verbringen wollte. „Leider erlebte ich dort innerhalb von drei Wochen 18 Regentage.“ Doch das verdarb ihm keineswegs Erlebnisse wie den Besuch im Denali Nationalpark. „Heimische Tiere wie Elche, Adler oder Bären und die wunderschöne Landschaft faszinierten mich sehr“, sagt der Urlauber. Schließlich fuhr er südöstlich weiter durch den Yukon nach Vancouver, wo er sich zehn Tage aufhielt.

Danach bereiste er einige amerikanische Städte – darunter Las Vegas, Los Angeles und New Orleans – sowie einige Nationalparks. Schließlich trat der Globetrotter schweren Herzens die Rückreise über Washington D.C. nach Baltimore an, wo sein Bus erneut verschifft wurde. Nun ging es wieder zurück nach Hamburg. Während seiner Reise hat Wolfgang Schnitzer fast täglich mit seiner Frau über das Internet kommuniziert, zweimal hat sie ihren Gatten sogar besucht.

Die beste Zeit seines Lebens

Der 46-Jährige denkt gern an seine Nordamerika-Tour zurück, bei der er lauter positive Erfahrungen gemacht hat, und er versichert: „Die Amerikaner und Kanadier sind viel liebenswürdiger und aufgeschlossener als die Vorarlberger.“ So habe der Urlauber oft in Privatwohnungen schlafen dürfen, deren Bewohner er nur aus dem Internet kannte und ohne dass sie selbst zu Hause waren. Highlights waren für ihn der Banff- und der Jasper-Nationalpark, die Stadt Vancouver und die Provinz Neufundland.

„Besonders gefallen haben mir auch die Goldgräber-Meisterschaften in Dawson City, zu denen ich zufällig gestoßen bin“, erzählt der Reisende. Sprachprobleme habe er keine gehabt, außer in der französischsprachigen Provinz Québec. Witziges Detail: Österreich habe man offenbar häufig mit Australien verwechselt, bis der Kennelbacher den Unterschied klarstellte. Diese Reise war für ihn die beste Zeit seines Lebens.

Mit der Reise hat sich ein lang gehegter Kindheitstraum erfüllt.

Wolfgang Schnitzer

Zur Person

Wolfgang Schnitzer

durchreiste den nordamerikanischen Kontinent. Weitere Infos zur Reise unter www.wolfi-on-tour.at.

Geboren: 3. September 1966

Ausbildung: BG Blumenstraße Bregenz, Elektrotechnik-Lehre

Laufbahn: selbstständig, Firma verkauft, dort Außendienstleiter

Familie: verheiratet, zwei Töchter