„Es kann bergauf gehen“

Wetter / 01.10.2013 • 18:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit dem Erlös des Buches „Paralympisches Feuer im Schnee“ unterstützt Klaus Feldkircher den Behindertensport. Foto: VN/Tag
Mit dem Erlös des Buches „Paralympisches Feuer im Schnee“ unterstützt Klaus Feldkircher den Behindertensport. Foto: VN/Tag

Klaus Feldkircher setzt sich seit Jahren für den Behindertensport ein. Nun hat er sein neues Buch herausgebracht.

Bregenz. (VN-tag) Bücher schreiben ist für Klaus Feldkircher weit mehr als nur ein Hobby. Mit seinem Engagement unterstützt der Wolfurter seit Jahren auch den Behindertensport. Letztes Jahr hat er in Zusammenarbeit mit Nicole Schedler und den Aktiven des Vorarlberger Behindertensportverbandes (ÖBSV) eine hochkarätige Publikation herausgebracht. Unter dem Titel „Unentdeckte Helden“ wurden die Erfolgsgeschichten, Leistungen und Intentionen der Behindertensportler aus der Region dokumentiert. Der Reinerlös in einer Höhe von 12.000 Euro konnte ebenfalls an die Vertreter des Sportverbandes übergeben werden. Damit soll speziell der Nachwuchs gefördert werden, um Menschen nach Schicksalsschlägen zu unterstützen. „Ich persönlich habe mit dieser Arbeit meinen Horizont erweitert. Ich möchte über den Tellerrand hinausschauen und sehen, was das Leben alles zu bieten hat“, begründet Feldkircher sein Engagement für den Behindertensport.

Blick hinter die Kulissen

Es hat nicht lang gedauert, bis das „Austria Ski Team Behindertensport“ auf das Werk des Wolfurters aufmerksam wurde. Heute hält der Gymnasiallehrer bereits sein nächstes fertiges Projekt in Händen. In seinem neuen Buch „Paralympisches Feuer im Schnee“, das mit Unterstützung von Kleinsponsoren entstanden ist, erzählen elf Rennläuferinnen und Rennläufer von ihrem Werdegang, von Erfolgen, aber auch Niederlagen. Die Paralympischen Spiele sind für die Behindertensportler ein absoluter Höhepunkt, auf den sie sich jahrelang vorbereiten. Klaus Feldkircher war hautnah mit dabei, begleitete Trainings und interviewte die Wettkämpfer. „Das Buch bietet einen Blick hinter die Kulissen des ,Austria Ski Teams‘ und soll den Menschen, denen es ähnlich geht, ein Beispiel geben“, sagt Feldkircher, der neben seiner Tätigkeit als Lehrer auch selbstständig in einer Kommunikationsagentur arbeitet. Mit diesem Buch möchte er den Menschen Mut machen. „Die Leistungen der Sportler sind außergewöhnlich und die Geschichten emotional. Man sieht, dass sie am Boden waren und den Willen haben, wieder aufzustehen“, erzählt Feldkircher stolz. Der Reinerlös dieses Buches soll ebenfalls dem Skinationalteam zugute kommen. „Leider gibt es viel zu wenige Sponsoren, die Behindertensportler unterstützen. Ich möchte helfen, aber das ist auch nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt der Autor.

Nächstes Projekt

Ausruhen gilt für den 46-Jährigen aber nicht. So arbeitet er bereits eifrig an seinem nächsten Projekt. „Das nächste Buch handelt von der Geschichte des Schlaganfallpatienten Kurt Gerszi aus Tschagguns. Eine bewundernswerte Person – er hatte kaum mehr eine Chance, hat aber den Weg zurück ins Leben gefunden. Ein perfektes Beispiel dafür, dass es auch wieder bergauf gehen kann.“

Ich möchte helfen, aber das ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Klaus Feldkircher

Zur Person

Klaus Feldkircher

Lehrer, Buchautor, freier Journalist, selbstständig bei „althaus7“ – Büro für kommunikative Angelegenheiten

Geboren: 9. Jänner 1967 in Bregenz

Wohnort: Wolfurt

Ausbildung: Latein-, Germanistik- und Komperatistik-Studium an der Universität Innsbruck

Laufbahn: Er hat zahlreiche Bücher publiziert, Latein- und Deutschlehrer am Gymnasium Riedenburg

„Paralympisches Feuer im Schnee“ ist ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich

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