Ein „Halali“ auf den Akt

18.10.2015 • 16:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Halali sind nicht nur schöne Frauen, sondern auch Landschaften im Bregenzerwald, in Südtirol und Oberösterreich abgebildet.  VN/Steurer
Im Halali sind nicht nur schöne Frauen, sondern auch Landschaften im Bregenzerwald, in Südtirol und Oberösterreich abgebildet. VN/Steurer

Vor Manfred Felder aus Mellau lassen Jägerinnen gerne die Hüllen fallen. 

Mellau. (VN-ger) Der Zufall hat manchmal die besten Ideen. Das war wohl auch vor rund acht Jahren so, als Manfred Felder für einen befreundeten Hotelier aus Südtirol Akt-Models und Haflinger in den Bergen und auf einem Schloss fotografieren wollte. „Die Pferde waren allerdings so wild, dass die Frauen Angst hatten“, erinnert sich der 61-Jährige. Die tierischen Bilder fielen ins Wasser. Als Notnagel musste eine Jagdhütte herhalten, in der Felder die Frauen kurzerhand mit Jagdmotiven in Szene setzte. „Da ist dann die Idee des Jägerinnen-Aktkalenders entstanden“, führt der Meisterfotograf aus. Mittlerweile ist die achte Auflage des „Halali“-Kalenders auf dem Markt. Jährlich gibt es davon exakt 999 Stück.

Promi-Linse

Auf einem Bauernhof in Mellau aufgewachsen, zog es Manfred Felder schon sehr früh ins Ausland, nach der Lehre zunächst nach England auf die Famous Photographers School, anschließend zum Arbeiten nach Deutschland und in die Schweiz. Der internationalen Schiene blieb der Vater einer Tochter als selbstständiger Fotograf treu. Er fotografierte für Hotels in Dubai, Athen, Lappland, Japan, von Zermatt bis zur Ostsee und von Italien bis in die Wachau. „Ich habe in meiner 35-jährigen Berufszeit von allen Bregenzerwäldern sicher die meisten Hotels gesehen“, mutmaßt er. Auch Prominente wie Sky du Mont, Hansi Hinterseer, Herbert Grönemeyer, Annemarie Moser-Pröll oder Lindsey Vonn hatte der Mellauer immer wieder vor der Linse. „Mit Hansi haben wir die ganze Nacht gefeiert. Der ist so natürlich und lustig“, verrät er.

Vom Wald in den Dschungel

Mit einer prominenten Dame ging der 61-Jährige nicht zuletzt für den aktuellen Halali-Kalender in den Wald. Melanie Müller, Jägerin und TV-Sternchen. „Das war noch bevor sie bei Bachelor und  Dschungelcamp mitgemacht hat. Sie ist extra aus Berlin angereist“, erzählt Felder. Bei seinen Bildern legt der 61-Jährige Wert auf Ästhetik. „Den Kalender sollte man überall aufhängen können“, sagt er. Gleichzeitig möchte er damit Sehnsüchte, Verlangen und Emotionen hervorrufen, wobei der Betrachter nicht merken soll, dass die Motive arrangiert und konzipiert sind. „Ich verwende nie künstliches Blitzlicht. Das Bild soll original sein.“ 

Von wegen Ruhestand

An den Ruhestand denkt Manfred Felder noch lange nicht. „Jetzt mache ich nur noch das, was mir Spaß macht.“ Die Erfahrungen, die er in 35 Berufsjahren gesammelt hat, gibt er heute gerne an kleine heimische Betriebe weiter. Auch die Shootings für den Halali-Kalender 2017 sind bereits am Laufen: „Um die verschiedenen Stimmungen und Jahreszeiten einzufangen“, erläutert der Herausgeber.

Den Kalender sollte man überall aufhängen können.

Manfred Felder

Zur Person

Manfred Felder

ist Herausgeber des Jägerinnen-Aktkalenders „Halali“.

Geboren: 31. Mai 1954

Wohnort: Mellau

Ausbildung: Fotografenlehre bei Winsauer in Dornbirn, Famous Photographers School in England, Meisterprüfung

Familie: verheiratet, eine Tochter

Hobbys: Berge, Fotografie, Fliegen, Skitouren