Erfolg in der Backstube

27.10.2015 • 18:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Egal ob Törtchen, Kuchen oder Eclair: Viola Bachmayr-Heyda ist auf alle ihre Kreationen stolz. Foto: Privat
Egal ob Törtchen, Kuchen oder Eclair: Viola Bachmayr-Heyda ist auf alle ihre Kreationen stolz. Foto: Privat

Pâtissière Viola Bachmayr-Heyda aus Lochau begeistert die Wiener mit ihren süßen Kreationen.

schwarzach. (VN-ram) Dass sie beruflich etwas mit Essen zu tun haben möchte, war für die Lochauerin Viola Bachmayr-Heyda eigentlich von Anfang an klar. Denn die 26-Jährige war schon immer davon fasziniert. „Ich liebe Essen, ich koche gern, schaue es gerne an, ich rieche es gerne und probiere es gerne“, schwärmt sie von ihrer großen Leidenschaft. Deswegen war es auch ganz logisch, dass sie nach der Matura in Dornbirn und einem Auslandsaufenthalt etwas im kulinarischen Bereich macht.

Seit sechs Jahren in Wien

Für eine Konditorlehre im altehrwürdigen Wiener Traditionscafé Central hat sich Bachmayr-Heyda entschieden, weil sie nicht als Köchin in einem À-la-carte-Restaurant arbeiten wollte. „Das hat mich nicht so begeistert. Als Pâtissière hat man meiner Meinung nach mehr Zeit für liebevolle Kreationen“, ist die 26-Jährige überzeugt. Die Bundeshauptstadt mit ihrer Kaffeehaustradition bot der Lochauerin, die auch mehrere Jahre in Vandans gelebt hat, als aufstrebender junger Konditorin optimale Entfaltungsmöglichkeiten. „In Wien bewegt sich diesbezüglich einfach mehr als in Bregenz“, sagt Bachmayr-Heyda, die nun bereits seit sechs Jahren dort lebt. Deswegen kann sie sich vorerst auch nicht vorstellen, in naher Zukunft so schnell wieder zurück nach Vorarlberg zu kommen. Dass ihre Entscheidung, nach Wien zu ziehen und dort eine Lehre zu beginnen, goldrichtig war, beweist ihr beruflicher Erfolg. Nach der Lehre und einem Aufenthalt in Portugal, wo sie im Gourmetrestaurant „Villa Joya“ (zwei Michelin-Sterne) arbeitete, traf sie auf Nobel-Bäcker Josef Weinhaupt, der in Wien drei Filialen seines erfolgreichen „Joseph Brot“ betreibt. Der Name täuscht: Bei „Joseph“ gibt es nicht ausschließlich Brotwaren zu kaufen – auch ein Restaurant im dritten Bezirk und eine umfangreiche Patisserie-Schiene gehören mittlerweile zum Konzept. Und für Letztere war Bachmayr-Heyda genau die Richtige. Heute ist sie Chef-Pâtissière und begeistert die Wiener seit zwei Jahren mit ihren Törtchen, Eclairs und anderen süßen Naschereien.

Klassiker neu interpretieren

„Ich liebe meinen Job“, sagt Bachmayr-Heyda. „Es ist stressig, aber gleichzeitig auch sehr lustig und erfüllend. Jeden Tag lerne ich wieder etwas Neues dazu, meistens weiß ich am Vortag nicht, was der nächste Tag bringt.“ Als Chef-Pâtissière entwickelt sie neue Produkte mit, schult ihr Team ein und steht natürlich auch in der Küche. Ihre Kreationen sind „österreichische und internationale Klassiker – neu interpretiert“. Besonders wichtig ist ihr dabei neben Regionalität und Bio auch die Saison. „Im Herbst sind zum Beispiel Kürbisse sehr gefragt“, schildert die junge Konditorin. „Deswegen gibt es jetzt ganz einfach vegane Kürbis-Cheese-Cakes.“ Danach gefragt, auf welche Kreation sie besonders stolz ist, sagt Bachmayr-Heyda lächelnd: „Ich mag eigentlich alles, was ich bis jetzt gemacht habe.“

Wenig Freizeit

Bei einem so fordernden Beruf bleibt Bachmayr-Heyda wenig Zeit für Hobbys. „Ich habe nicht so wahnsinnig viel Freizeit“, räumt die 26-Jährige ein. Die Stunden außerhalb der Backstube nutzt sie, um Freunde zu treffen, auszugehen und „natürlich zu essen“, wie die 26-Jährige lachend erzählt. Dass sie beruflich ständig im Einsatz ist, stört die junge Konditorin wenig. Anders kann sie es sich ohnehin nicht vorstellen. „So wie es momentan läuft, bin ich wirklich sehr glücklich“, sagt sie.

Jeden Tag lerne ich wieder etwas Neues dazu.

Viola Bachmayr-Heyda

Zur Person

Viola Bachmayr-Heyda

arbeitet in Wien als Chef-Pâtissière bei „Joseph Brot“.

Geboren: 24. März 1989

Ausbildung: Matura in Dornbirn, abgeschlossene Lehre im Café Central in Wien

Hobbys: Essen, Ausgehen, Freunde