Ein schmuckvolles Leben

31.07.2016 • 16:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lena Grabher stellt ihre Kunstwerke bald im Museum für angewandte Kunst in Wien aus. Foto: VN/Hofmeister
Lena Grabher stellt ihre Kunstwerke bald im Museum für angewandte Kunst in Wien aus. Foto: VN/Hofmeister

Lena Grabher hat es als Herstellerin von Schmuck zu künstlerischen Ehren gebracht.

Lustenau. (VN-hk) Dass das, was sie tut, Kunst ist, muss die 27-jährige Lustenauerin nicht groß betonen. Dafür reicht ein Blick auf ihren Schaffensnachweis. So gewann sie unglängst nicht nur den hochangesehenen und mit 7000 Euro dotierten Eligius Schmuckpreis in Salzburg. Die in Wien, Florenz und New York tätige junge Dame hat sich zuerst den Bachelor und anschließend den Master of fine arts erarbeitet. Eine Ausstellung ihrer Kunstwerke im Salzburger Georg-Trakl-Haus ging gerade zu Ende, vom 7. bis 25. September wird Lena Grabher ihre Kreationen im Wiener Museum für angewandte Kunst für Interessierte präsentieren.

Der Grafiker-Onkel

„Es hat mich schon immer zum Zeichnen, Malen und Modellieren hingezogen“, sagt Grabher. Die künstlerische Ader kommt von Mutters Seite. Ein Onkel von ihr, Roland Schuster, ist ein anerkannter Grafiker. „Bei dem war ich auch immer gerne und habe ihm zugesehen“, schwelgt Grabher in ihrer glücklichen Kindheit, die sie auch einem liebevollen Elternhaus verdankt, in dem sie ihr künstlerisches Talent voll entfalten konnte. Dass es sie eines Tages zum eher seltenen Kunstgenre der Schmuckherstellung ziehen würde, ahnte die frischgebackene Maturantin weiland im Jahre 2007 nicht. Nach ihrer akademischen Reifwerdung zog es sie nach Spanien: Acht Monate Sprachenlernen war damals angesagt.

Dann erfuhr sie von der Goldschmiedeakademie in Wien und war sofort Feuer und Flamme. „Ich erlernte dort die handwerklichen Grundlagen zur Herstellung von Schmuck. Nach zwei Jahren hatte ich einen Lehrabschluss.“ Gerne nahm sie das Angebot für eine Stelle als Assistenzlehrerin an.

Intensivere Beschäftigung

Lena Grabhers Beschäftigung mit Schmuck wurde intensiver: „Mir ging es dabei viel um kulturelle und psychologische Aspekte von Schmuck.“ Entsprechend gestalteten sich dann auch ihre eigenen Kreationen. Die zwei Jahre in Florenz und die zwei Jahre in New York machten dann aus der Handwerkerin endgültig eine Künstlerin. „Beeinflusst wurde ich dabei von einigen Professoren. Diese haben mir sehr viel mitgegeben“, verweist Lena Grabher gern auf entscheidende Mentoren ihrer Karriere.

Wobei die Lustenauerin die von ihr produzierten Schmuckgegenstände nicht nur als hohe Kunst verstanden wissen will. „Ich stelle natürlich auch sehr viele Objekte her, die man im Alltag tragen kann.“

In ihren Ausstellungen will Lena Grabher die ganze Spannbreite ihres künstlerischen und handwerklichen Könnens der Öffentlichkeit präsentieren. Ihr Schaffens­ort wird bis auf Weiteres Wien bleiben. Dort, wo für sie vor einigen Jahren alles begann. „Aber natürlich kann ich mir vorstellen, auch wieder einmal nach Vorarlberg zurückzukommen“, sagt die erfolgreiche Schmuckkünstlerin.

Einige Professoren haben mich ganz entscheidend beeinflusst.

Lena Grabher

Zur Person

Lena Grabher

Geboren: 12. August 1988

Wohnort: Wien

Beruf: Schmuckkünstlerin

Familie: ledig

Hobbys: Natur, Lesen

Lieblingsspeise: Ofengemüse