Ein großes Herz für Kinder

Wetter / 07.02.2017 • 18:26 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Jutta Fink pflegt ein gutes Verhältnis zu den ihr anvertrauten Kindern. Dass sie alle beim Namen kennt, gehört dazu.  Foto:vn/hartinger
Jutta Fink pflegt ein gutes Verhältnis zu den ihr anvertrauten Kindern. Dass sie alle beim Namen kennt, gehört dazu.  Foto:vn/hartinger

Jutta Fink kam als Quereinsteigerin in die Kinderbetreuung. Nun winkt ein Leitungsposten.

bezau. (VN-mm) Ihre uneingeschränkte Liebe gilt Kindern. Deshalb hat sich Jutta Fink ganz bewusst entschlossen, die berufliche Laufbahn im Einzelhandel zu beenden und sich um die Betreuung der Jüngsten zu kümmern. “Seit ich selbst Kinder habe, weiß ich, wie schön es mit Kindern ist”, schwärmt sie in höchsten Tönen vom eigenen und vom fremden Nachwuchs. Seit elf Jahren arbeitet Jutta Fink nun schon in ihrer Heimatgemeinde Bezau in der Kinderbetreuung. Im Herbst wird sie die Leitung einer neuen Einrichtung übernehmen. Dafür hat sie in einem Spezialisierungslehrgang in Schloss Hofen ihr bereits breites Wissen noch einmal aufpoliert. Heute Abend gibt es für sie und die anderen Teilnehmerinnen die verdienten Zertifikate.

Start mit Eltern-Kind-Turnen

Jutta Fink stammt aus Überlingen am Bodensee. Dass sie inzwischen im Bregenzerwald zu Hause ist, wohin die Liebe sie gebracht hat, wird hörbar, wenn sich ab und zu ein paar Brocken des Wälderdialekts in ihren Wortschatz mischen. Es ist eine höchst sympathische Kombination. Und sympathisch ist auch die Frau, die sich mit ganzer Liebe den Kleinen widmet. “Nach der Geburt meiner Kinder wollte ich unbedingt etwas mit Kindern machen”, erzählt Fink. Also initiierte sie das Eltern-Kind-Turnen. Als die Tochter in die Spielgruppe kam, schloss sich die Mutter dem Verein an. Als der Sohn folgte, begann Jutta Fink, in Schulungen das erforderliche Wissen für die Kleinkindbetreuung zu erwerben. Schließlich übernahm sie 2006 die Stelle einer Kollegin. Mittlerweile war aus der Spielgruppe eine reguläre Kinderbetreuung der Gemeinde geworden, in der Mädchen und Buben von eineinhalb bis vier Jahren betreut werden. Geöffnet hatte sie jedoch nur vormittags. “Wir merkten sehr schnell, dass es mehr braucht”, begründet Jutta Fink den Schritt zur Ganztagsbetreuung.

Heute wird das “La Le Lu” gemeindeübergreifend geführt. Kinder aus Reuthe, Bizau, Mellau, Egg und sogar aus Dornbirn sind dort zu Gast. “Für Eltern, die in Bezau arbeiten, ist es optimal, wenn sie die Kinder mitbringen können”, weiß Jutta Fink. Sie ist auch froh darüber, dass Eltern bezüglich Kinderbetreuung eine Wahlfreiheit haben, und es ihnen freigestellt bleibt, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Schade findet sie hingegen, dass die für Kinderbetreuungsaufgaben angebotenen Schulungen nur in Vorarlberg anerkannt werden. Sie selbst hat in dem einjährigen berufsbegleitenden Lehrgang vor allem ihr Wissen auffrischen können. Es werde einem vieles bewusster, wenn man es wieder einmal gesagt bekomme. Auch die eigene Haltung den Kindern gegenüber lasse sich in Schulungen gut reflektieren.

Zeit für sich haben

Jutta Fink fühlt sich für ihre neue Aufgabe im Herbst jedenfalls bestens vorbereitet. Zu sehen, wie sich Kinder entwickeln, wenn sie in ihrem Tun dort abgeholt werden, wo sie gerade stehen, macht der zweifachen Mutter große Freude. Auch, weil Kinder sehr viel zurückgeben, wie sie sagt. Um den täglichen Anforderungen, die Kinder und ihre Verschiedenheiten mit sich bringen, gewachsen, zu sein, braucht es laut Jutta Fink ein ausgeglichenes Wesen. “Man muss schon auch auf sich selbst schauen und dafür sorgen, genügend Zeit für sich zu haben”, räumt sie ein. Diese Zeit nimmt sich Fink am liebsten beim Brotbacken oder beim Sport an der frischen Luft. Die eigene Familie ist ihr ebenfalls immens wichtig. Das betont Jutta Fink mit ganz besonderem Nachdruck.

Zu sehen, wie sich Kinder entwickeln, macht mir große Freude.

Jutta Fink

Zur Person

Jutta Fink

Geboren: 23. Mai 1967 in Überlingen am Bodensee

Wohnort: Bezau

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

Beruf: Kinderbetreuerin

Hobbys: Brot backen, Laufen, Schneeschuhwandern, Langlaufen

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