Passion für Pasta

Wetter / 22.12.2019 • 18:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Susanne Feist hat in ihrem Haus eine Nudelproduktion eingerichtet. VN/JS
Susanne Feist hat in ihrem Haus eine Nudelproduktion eingerichtet. VN/JS

Susanne Feist produziert Nudeln, die satt und glücklich machen.

Satteins Gesunde bzw. bewusste Ernährung hat im Leben von Susanne Feist schon immer einen großen Platz eingenommen. Über das Thema Wasser rutschte die Satteinserin vor mittlerweile 20 Jahren in den therapeutischen Bereich und befasste sich intensiv mit der modernen Energiemedizin. Unter anderem setzte sie sich dabei mit der Nahrungsmittelverträglichkeit auseinander. „Meine Familie musste als Versuchskaninchen herhalten, dabei stellte sich bei meinem Sohn eine Unverträglichkeit auf Weizen heraus“, schildert Feist.

Schnell war der Entschluss gefasst, eine Nudelmaschine anzuschaffen, um eigene Dinkelnudeln herzustellen. „Für drei Kilogramm Nudeln habe ich einen ganzen Nachmittag gebraucht“, erinnert sie sich an die beschwerlichen Anfänge. Diese liegen inzwischen zehn Jahre zurück.

Die kleine Maschine wurde schnell durch eine größere ersetzt. Die zu viel produzierten Nudeln wurden als Geschenke verteilt und kamen sehr gut an. Wenig später war Feist mit ihren gesunden Naturprodukten auf dem Markt in Feldkirch vertreten.

Naturbelassenes Produkt

Das Gelernte aus der Medizin fließt in jede der Feist’schen Dinkelnudeln mit ein. Die Satteinserin betont, dass in ihren Nudeln nur das drinnen ist, was die Natur ihr gibt. Das beginnt mit aufbereitetem Sauerstoffwasser und geht über Dinkel aus Süddeutschland bis hin zu Eiern aus dem Dorf sowie Kräutern aus dem eigenen Garten.

Doch die Zutaten allein machen die „feinste Feist“, wie sie ihre Marke nennt, nicht zu dem, was sie sind. „Ich habe ein Basisrezept, das je nach Mondphase angepasst wird“, schildert die Walgauerin. In den Produktions- und Lagerräumen, den ehemaligen Kinderzimmern in ihrem Wohnhaus, herrscht striktes Handy- und Radioverbot. Ihre Mitarbeiter werden mittels Energiespray einer energetischen Reinigung unterzogen, ehe sie die Räume betreten dürfen. Zu guter Letzt werden die Nudeln während der Trocknung mit Mozart bespielt. Auch dieser Prozess beruht laut Feist auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Ergebnis seien leicht bekömmliche Dinkelnudeln, die völlig unbelastet sind.

Meditation statt Arbeit

„Jede Nudel ist ein Unikat und schaut anders aus“, sagt die Satteinserin, die die Produktion der Teigwaren weniger als Arbeit, denn vielmehr als Meditation bezeichnet. Die besten Ideen kommen der Pasta-Erzeugerin beim Tun. „Dabei entstehen neue Rezepte oder neue Sorten“, sagt sie. Jüngstes Beispiel sind die kürzlich kreierten Nudelsnacks, die unter dem Namen Nukrossi ins Regal kommen und in vier Geschmäckern erhältlich sind. Für die besondere Zirbensorte wurde eigens eine Energiefeldmessung durchgeführt. Ergebnis: Nach 15 Minuten war bei den Testessern eine Stressreduktion von zwölf Prozent messbar. „Außerdem sind die Nudelsnacks wesentlich bekömmlicher als Chips, da sie etwa 20 Prozent weniger Kalorien beinhalten.“

Produziert werden pro Jahr rund sechs Tonnen; Tendenz stark steigend. Getreu ihrem Motto „Höchstmögliche Qualität zum Wohl der Kunden“ kann sich Feist über eine große Nachfrage freuen. „Die Kunden tragen das Produkt weiter. Dadurch haben sich inzwischen einige sehr wertschätzende Partnerschaften ergeben“, zeigt sie sich zufrieden. Pro verkaufter Packung gehen 17 Cent an ein Charityprojekt.

Auch wenn Susanne Feist einmal gerade keine Nudeln produziert, ist sie doch regelmäßig mit der Thematik befasst. „Unsere Enkel essen auch sehr gerne Nudeln“, freut sie sich, ihre Leidenschaft an die nächste und übernächste Generation weitergeben zu können. Denn eines ist ihr ganz wichtig: „Meine Nudeln sollen satt und glücklich machen.“ Und das scheint nicht nur bei ihrer Familie zuzutreffen. VN-JS

Zur Person

Susanne Feist

Geboren 8. September 1958

Familie verheiratet, 4 Kinder, 6 Enkel

Ausbildung Kaufmännische Angestellte

Hobbys Reisen, Lesen, Familie