„Viel Arbeit“

Wetter / 17.01.2020 • 19:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Peter Schmid wird für seine humorvolle und ruhige Art sehr geschätzt. Privat
Peter Schmid wird für seine humorvolle und ruhige Art sehr geschätzt. Privat

Peter Schmid packt als Helfer-Chef beim Weißen Ring mit an.

Lech „Viel Arbeit“, lautet postwendend die Antwort von Peter Schmid, wenn er auf das Volksskirennen „Der Weiße Ring“ angesprochen wird. Arbeit wartet alljährlich viel auf den Chef der inzwischen 240 Helfer rund um das Rennen. Gleichzeitig aber kann der gebürtige Frastner darüber schmunzeln. Denn der mit Skiern aufgewachsene Schmid tut dies mit Leidenschaft. Für den Skisport, für die Gemeinschaft, für den Tag „X“. Deshalb ist ihm auch wichtig, dass nach dem Rennen ein gemütliches Beisammensein die vielen Arbeitswochen abschließt. „Wir wollen die Leute ja nicht nur auf die Piste schicken, um zu arbeiten. Es soll auch für das leibliche Wohl gesorgt sein.“

Schmid ist respektiert und für seine menschliche Art beliebt. Bereits im November beginnt er mit seiner Arbeit rund um die Einteilung der vielen Helfer für diesen besonderen Event. Sie kommen aus dem ganzen Land, von Hörbranz bis über den Bregenzerwald, dem Montafon und dem Klostertal. Sie alle wollen dabei sein, wenn es gilt, beim Weißen Ring zu helfen. Viele gehören zum Stammpersonal, so berichtet ein stolzer Chef. Alljährlich darauf zählen zu dürfen, sieht er als Privileg.

Seit nunmehr neun Jahren organisiert Schmid die Helfermannschaft im Alleingang. Erfahrung gesammelt hat er schon bei den ersten Austragungen, als er selbst noch als Torrichter an der Strecke stand. Ein „Ski-Abenteuer“ seien die ersten Rennen gewesen, auch das Sicherheitsbewusstsein sei noch nicht so ausgeprägt gewesen. Mit 40 Unterstützern habe der damalige Chef Xaver Plangg das Auslangen gefunden. Inzwischen hat sich die Zahl versechsfacht, auch der Sicherheit der Teilnehmer geschuldet. Diese Anzahl Jahr für Jahr zu rekrutieren sei, so Schmid, sehr arbeitsintensiv. Deshalb gilt das Lob des 70-Jährigen, der für seinen Humor und seine Ruhe geschätzt wird, all seinen Mithelfern.

Ein ganzes Leben

Dem Skisport ist er ein ganzes Leben lang treu geblieben, der Bazora-Skilift war sein zweites Zuhause. Noch heute erinnert er sich an die Skirennen oberhalb von Frastanz mit Läufern wie Toni Sailer, Hias Leitner oder Gerhard Nenning. Und daran, dass in den 60er-Jahren Abfahrtsrennen von der Alpe Kreuz bis ins Dorf hinab gefahren wurden. Er selbst war nicht lange als Skirennläufer unterwegs, dafür ist er über Jahrzehnte als VSV-Kampfrichter für den Walgau und das Walsertal im Einsatz. Inzwischen steht er seit einem Skiunfall im Zuge seiner Helfertätigkeit beim Weißen Ring nicht mehr selbst auf Skiern. Mit seinem Organisationstalent ist er unentbehrlich, auch wenn er langsam daran denkt, die Arbeit in jüngere Hände zu legen. VN-cha

Zur Person

Peter Schmid

ist als Helfer beim Weißen Ring ein Mann der ersten Stunde

Geboren 23. November 1950

Skiverein SC Frastanz

Wohnort Nenzing

Familie zwei Kinder und fünf Enkelkinder