Skibegeistert

Wetter / 27.01.2020 • 18:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Schrunser Josef Manahl steht heute im Anschluss an das Weltcuprennen in Schladming am Start der Ö3-Ski-Challenge. Manahl
Der Schrunser Josef Manahl steht heute im Anschluss an das Weltcuprennen in Schladming am Start der Ö3-Ski-Challenge. Manahl

Josef Manahl steht heute Abend bei der Ski-Challenge in Schladming am Start.

Schruns „Ich werde alles geben und versuchen, Vorarlberg so gut wie möglich zu vertreten“, sagt Josef Manahl. Der Schrunser steht heute Abend bei der Ö3-Ski-Challenge in Schladming am Start. Mit der Teilnahme am Rennen nach dem Rennen geht für den Montafoner ein langgehegter Traum in Erfüllung. Schon immer wollte er einmal bei einem Weltcuprennen am Start stehen. „Seit die Ski-Challenge vor fünf oder sechs Jahren eingeführt wurde, habe ich mich jedes Jahr dafür beworben. Heuer hat es tatsächlich geklappt“, kann der skibegeisterte Schrunser sein Glück über das verspätete Geburtstagsgeschenk kaum fassen.

Viel Rennerfahrung

Das Nightrace in Schladming gilt unter den Weltcupfahrern als das schwierigste und gleichzeitig spektakulärste Slalom-Rennen des Weltcups. Bei der Ski-Challenge gilt es für die Teilnehmer, den ausgesteckten Kurs des zweiten Durchgangs zu meistern. Manahl bringt dafür einiges an Rennerfahrung mit. „Ich bin früher auf Landesebene einige Cuprennen gefahren“, sagt der Schrunser, der beim Skiclub Gaschurn als Sportwart und Trainer aktiv ist. An die 100 Tage im Jahr steht der Montafoner auf den Skiern. Dabei dürfen es durchaus auch einmal Figl oder Shortcarver sein, die sich der Eventmanager anschnallt. Mit den kurzen Brettern ist er gemeinsam mit ein paar seiner Kollegen heute noch des Öfteren bei Rennen in ganz Österreich unterwegs. Das Fahren unter Wettkampfbedingungen ist für ihn somit nichts Neues.

„Werde mit dem Kopf fahren“

„Wenn ich am Start stehe, will ich auch immer gewinnen“, kann er im Vorfeld der Ski-Challenge einen gewissen Ehrgeiz nicht verbergen. „In Schladming werde ich aber vor allem mit dem Kopf fahren und versuchen, in schnellem und gutem Stil hinunterzukommen“, beschreibt er seine Herangehensweise.

Die Leidenschaft fürs Skifahren bzw. den Skisport begleitet Josef Manahl beinahe sein ganzes Leben. Beim Skiclub Gaschurn trainiert er die Acht- bis 14-Jährigen. Dreimal wöchentlich ist eine Trainingseinheit angesetzt. „Wir haben eine Trainingsgemeinschaft mit allen Vereinen aus dem Innermontafon. Das klappt sehr gut. Wir ergänzen uns gegenseitig“, sagt er. Auch abseits der Piste kommt Manahl vom Skifahren nicht los. „Wir schauen jedes Weltcuprennen im Fernsehen an“, sagt der 29-Jährige, der gemeinsam mit Freunden und Familie bereits einige Weltcuprennen – unter anderem in Kitzbühel, Garmisch, Sölden, Lienz und St. Anton – live an der Strecke miterlebt hat. Seine Beigesterung fürs Skifahren teilt der Montafoner auch mit seiner Frau Katharina, die ebenfalls beim SC Gaschurn aktiv ist und ihren Mann zum Nightrace nach Schladming begleitet.

In den Bergen daheim

Seine Sportbegeisterung kann Manahl auch bei seinem Arbeitgeber Montafon Tourismus ausleben. Als Eventmanager ist er dabei unter anderem mit der Organisation des Weltcup Montafon, des Mountainbike-Marathons, des Montafon-Arlberg-Marathons, des Montafoner Berglaufs oder der nordischen Kombination im Tal betraut. „Das Aufgabengebiet ist sehr vielfältig“, sagt er begeistert.

Bleibt abschließend nur noch eine Frage zu klären: Was macht Josef Manahl, wenn der Schnee weg ist? „Natürlich bin ich auch im Sommer jede freie Minute in den Bergen unterwegs. Hier bin ich einfach daheim.“ VN-JS

Zur Person

Josef Manahl

vertritt Vorarlberg heute bei der Ö3-Ski-Challenge nach dem Night­race in Schladming.

Geboren 23. Jänner 1991

Familie verheiratet

Wohnort Schruns

Beruf Eventmanager bei Montafon Tourismus

Hobbys Wandern, Skifahren, Golfen, Mountainbiken

Motto Net lugg lo