Nur Nutzung „freier“ Energie macht autark

Wissen / 23.08.2013 • 10:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Solarenergie ist nicht mehr wegzudenken. Ein wichtiger Schritt weg von Öl und Gas. Foto: fotolia
Solarenergie ist nicht mehr wegzudenken. Ein wichtiger Schritt weg von Öl und Gas. Foto: fotolia

Je mehr Private Strom gewinnen können, desto schlechter ist das für die Stromkonzerne.

schwarzach. Freie Energie ist ein Bereich, der mitunter höchst umstritten ist und gelegentlich als Verschwörungstheorie diffamiert wird. „Dabei handelt es sich um Energieformen, die unerschöpflich zur Verfügung stehen. Sie könnten nicht nur fossile oder atomare Energieträger überflüssig machen, sondern auch die Energie-konzerne. Deren Oligopol und Existenzberechtigung dürfte so der Vergangenheit angehören“, meint der deutsche Physiker Michael Ziegler auf der Internet-Plattform „Photovoltaik-Guide“.

Viele Erfinder, die sich mit der „Freien Energie“ beschäftigten, sollen auf einmal spurlos verschwunden sein, ihre Arbeit wurde zufällig z. B. durch einen Brand zerstört und ihre Patente sollen von großen Unternehmen aufgekauft worden sein und sind für immer in Schubladen verschwunden. Könnte da etwas dran sein? Vermutlich ja, denn Großindustrielle, Investoren etc. sehen dadurch ihre Existenz in Gefahr und versuchen entsprechend gegenzusteuern. Manchmal auch mit unlauteren Mitteln. Und vieles ist schon verdammt reell.

Nikola Tesla

„Eine Erfindung bekommt, wenn sie geltenden Doktrinen zu widersprechen scheint, oft nicht einmal die Chance einer Überprüfung, da wissenschaftliche Experten und Verantwortliche von Behörden und Industrie
sich weigern, sich damit zu befassen. Man glaubt zu wissen, was möglich und was unmöglich ist, und vergisst, dass diese Annahme auf dem Wissensstand zur Zeit der eigenen Ausbildung beruht. Dieser erscheint den Betreffenden als ein konsistentes Wissensgebäude, kann aber keine Vollständigkeit und Endgültigkeit beanspruchen.“

Im Mittelunkt steht gegenwärtig der gebürtige Kroate Nikola Tesla, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter vielen anderen Innovationen den Wechselstrom erfand und bei der freien Energie eine große Rolle spielt. Er entdeckte die sogenannte Raumenergie, oder Nullpunktenergie auf der Basis elektromagnetischer Wellen. Sie umgibt dieWelt und das Universum, die keiner beeinflussen kann, die nicht selbst hergestellt oder umgewandelt werden muss, und die für jeden kostenlos in unendlicher Form zur Verfügung steht. Ist „Freie Energie“ nun ein Hirngespinst, eine Vision oder gar Realität? Es ist letztendlich freie Energie und kein Strom aus der Steckdose, dessen Preis permanent steigt und die Taschen der Energieversorger wie den Geldspeicher von Dagobert Duck füllt.

Notwendig: Solaranlage

Freie Energie gibt es ohnehin schon deshalb, da mittels Solarstromanlagen aus der Energie der Sonne geerntet wird, um deren Energie in Strom umzuwandeln. Die Energie der Sonne ist frei verfügbar und für jeden nutzbar. Frei ist sie nicht wirklich, wenn man dafür erst den Energieversorger bezahlen muss. Und genau da liegt das Problem. Auf einmal gibt es die Möglichkeit, dass Menschen sich eine Solaranlage zulegen und selbst die Energie der Sonne umwandeln und dezentral über Speicher nutzen. Lediglich die Investition in die Solaranlage ist nötig. Die Energieversorger freut das sicher nicht, denn das entzieht deren Existenzgrundlage.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz ist der Verein GAIA (Gesellschaft für autarke Energie und technische Innovation) aktiv, um jungen Erfindern eine Plattform für potenzielle Investoren und zum Erfahrungsaustausch zu geben. Mit dabei: der Rönser Christoph Beiser, der einen Magnetmotor in Kombination mit Sonnenstrom vom eigenen Dach entwickelt hat.

Mehr Infos: www.gaia-energy.org