Karl Landsteiner

Wissen / 30.08.2013 • 14:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Karl Landsteiner

Der 1868 in Baden bei Wien geborene Pathologe und Serologe entdeckte 1901 das AB0-System der Blutgruppen. Dafür erhielt er 1930 den Nobelpreis für Medizin. 1940 erforschte er den Rhesusfaktor. Während seines Medizinstudiums an der Universität Wien Medizin veröffentlichte er eine Arbeit über den Einfluss von Diäten auf die Zusammensetzung des Blutes. Nach seinem Studium verbrachte er fünf Jahre in Laboratorien im Ausland. 1896 kehrte er nach Wien zurück und wurde Assistent am Hygienischen Institut, wo er Studien über den Mechanismus der Immunität und das Wesen von Antikörpern durchführte. 1911 wurde er Professor für Pathologie. Landsteiner wies nach, dass Kinderlähmung eine infektiöse Krankheit ist. Weiters erkannte er, dass die Bluttransfusion zwischen Personen der gleichen Gruppe nicht zur Zerstörung der Blutzellen führte, wohl aber zwischen Personen verschiedener Blutgruppen. Auf dem Gebiet der Bakteriologie gelang es ihm, den Fleckfiebererreger in lebenden Gewebekulturen zu züchten. Er starb 1943.