Moritz Schlick

Wissen / 04.10.2013 • 18:01 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Moritz Schlick

Der Wissenschafter war der Begründer und einer der führenden Köpfe des Wiener Kreises im Logischen Empirismus. Seine Beiträge im Rahmen einer wissenschaftlichen Philosophie reichen von der Naturphilosophie und Erkenntnislehre bis zur Ethik und Ästhetik.

Schlick wurde 1882 in Berlin geboren. Dort studierte er auch Naturwissenschaften und Mathematik an den Universitäten Heidelberg, Lausanne und Berlin. 1904 wurde er bei Max Planck für seine physikalische Arbeit über die Reflexion des Lichts in einer inhomogenen Schicht promoviert. 1918 erschien Schlicks Hauptwerk, die Allgemeine Erkenntnislehre, in der er gegen positivistische und neukantische Positionen einen erkenntnistheoretischen Realismus verteidigte.

1922 übernahm er den Lehrstuhl für Naturphilosophie an der Universität Wien. Dort wurde er am 22. Juni 1936 auf der sogenannten „Philosophenstiege“ von seinem ehemaligen Studenten Hans Nelböck erschossen. Zuvor hatte Nelböck seinen „Doktorvater“ terrorisiert.

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