. . . den Crashtest Dummy

Wissen / 13.06.2014 • 16:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Crashtest Dummies sind lebensgroße Puppen, mit denen die Auswirkungen von Verkehrsunfällen auf den menschlichen Körper simuliert werden. Diese Puppen sind mit zahlreichen Sensoren ausgerüstet, welche die Belastungen während eines Crashtests messen. Sie müssen in ihren biomechanischen Eigenschaften mit denen des menschlichen Körpers im Optimalfall übereinstimmen, damit sie die Realität möglichst gut simulieren. Die Kalibrierung der Dummies geschieht in erster Linie durch den Vergleich mit Daten aus Leichenversuchen.

Der 1914 geborene US-amerikanische Physiker und Erfinder Samuel W. Alderson führte erstmals Dummies für die Auto-Entwicklung ein. 1950 gründete er die nach ihm benannten Forschungslabors, die anthropomorphe Puppen für die Erprobung von Fallschirmen und Schleudersitzen im Auftrag des Militärs und der Weltraumbehörde NASA entwickelten. Zuerst stießen seine Crashtest-Dummies auf wenig Interesse. Erst Jahre später wurden die Hersteller  aufgrund eines Verbraucherschutzberichtes aus dem Jahr 1965 sensibilisiert. Mittlerweile sind die Crashtest Dummies für die Entwicklung nahezu aller Fahrzeuge unentbehrlich geworden.

Alderson starb im Alter von 90 Jahren an einer Knochenmarkerkrankung.

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