Forscher entdecken Krater in der Antarktis

Wissen / 16.01.2015 • 15:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ursache könnte Einschlag eines riesigen Meteoriten sein.

Bremerhaven. Geophysiker des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven haben kürzlich bei einem Überflug des König-Baudouin-Schelf-eises in der Antarktis einen riesigen Krater entdeckt.

Der Ring hatte einen Durchmesser von rund zwei Kilometern, die Struktur sei auffällig konzentrisch-kreisförmig, erläuterte Expeditionsleiter Graeme Eagles. Darum vermuten die Forscher, der Krater könnte durch den Einschlag eines riesigen Meteoriten verursacht worden sein.

Sollte die Vermutung stimmen, dann hatte der Meteorit gigantische Ausmaße – und zwar einen Durchmesser von 100 Metern. „Einer 2006er-Studie zufolge erlebt die Erde so einen Einschlag einmal in 5200 Jahren“, berichtete Eagles, der mit seinem Team noch bis Anfang Februar Messungen zur geodynamischen Entwicklung des Afrika zugewandten Teils der Antarktis macht. Der Fund von Gesteinen kosmischen Ursprungs ist im ewigen Eis an sich nichts Außergewöhnliches, meldete Teammitglied Tobias Binder. Die Körper werden durch die Kälte vor Korrosion geschützt, und da sie meist dunkel sind, sind sie leicht zu erkennen.

Dass den jetzt entdeckten Krater bisher noch niemand zu sehen bekam, erklärte Eagles mit der Abgelegenheit des betreffenden Schelfeisgebiets. Er und seine Kollegen waren durch Zufall dort hingekommen. Sie hatten die geplante Route geändert, nachdem ein Datenmessgerät ausgefallen war.