Studie: Vorlesen macht Kinder erfolgreich

13.11.2015 • 15:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin. Regelmäßiges Vorlesen hat positiven Einfluss auf die schulische und soziale Entwicklung von Kindern – unabhängig vom Bildungsniveau der Eltern. Das ist das Ergebnis der Vorlesestudie 2015, die in Berlin vorgestellt wurde. Demnach hatten rund 70 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen im Fach Deutsch eine sehr gute oder gute Note, wenn ihnen täglich vorgelesen wurde.

Für die Studie wurden 524 Kinder der genannten Altersgruppe und ihre Mütter befragt. Sie wird seit 2007 jährlich durchgeführt und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Deutsche Bahn Stiftung. Den Angaben zufolge ist sie repräsentativ für Familien und Kinder im Vorlesealter.

Belesene Kinder gehen demnach auch lieber in die Schule. 83 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen, denen täglich vorgelesen wurde, gaben an, „sehr gern“ dorthin zu gehen.

Bei den Befragten, denen selten oder nie vorgelesen wurde, sagten das nur 43 Prozent. Von den befragten Müttern beschrieben 90 Prozent von denen, die für
ihre Sprösslinge täglich zum Buch griffen, sie als wiss-
begierig. Umgekehrt gaben das nur 43 Prozent von denen an, die das selten oder nie taten.

Belesene Kinder sind auch vergleichsweise sensibel, empathisch und interessiert an anderen. Um sicherzugehen, dass das tatsächlich am Vorlesen liegt, wurden auch ihre sozialen Erfahrungen abgefragt. Demnach trafen die genannten Eigenschaften auch auf sonst eher sozial isolierte Kinder zu.