Hoch die Braue: Woher kommt der Hundeblick?

Wissen / 21.06.2019 • 16:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Menschen haben den oft unwiderstehlichen Hundeblick herangezüchtet.
Menschen haben den oft unwiderstehlichen Hundeblick herangezüchtet.

Porthmouth Hunde besitzen einen Muskel, der es ihnen ermöglicht, die inneren Augenbrauen anzuheben, berichteten Forscher im Fachmagazin „PNAS“. Der Blick könnte beim Herrchen oder Frauchen einen Betreuungsreflex auslösen. Schon 2013 hatte eine Studie gezeigt, dass Hunde in Tierheimen, die ihre Brauen öfter heben, schneller wieder ein Zuhause finden.

Die Wissenschafter hatten für ihre Studie unter anderem die Gesichtsmuskulatur von vier Wölfen mit der von sechs Hunden verglichen. Dabei stellten sie fest, dass diese weitgehend gleich ist – außer im Bereich der Augen. Der Muskel etwa, der die innere Augenbraue hebt, war bei den Hunden standardmäßig vorhanden, bei den Wölfen fanden sich dort lediglich spärliche Muskelfasern und Bindegewebe.

Vermutlich hätten Menschen im Verlauf der Domestizierung Hunde bevorzugt, welche die Brauen-Bewegung beherrschten. Nach und nach habe sich das Merkmal dann manifestiert, so die Forscher.