Minitonräder in antikem Kindergrab entdeckt

02.08.2019 • 08:05 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die zwei Rädchen wurden mit der umliegenden Erde geborgen. dpa/WOIDICH
Die zwei Rädchen wurden mit der umliegenden Erde geborgen. dpa/WOIDICH

münchen In Schwaben haben Archäologen in einem Kindergrab aus der Kupferzeit ungewöhnliche Grabbeigaben entdeckt. In dem 4000 bis 5000 Jahre alten Grab lagen neben den Überresten eines etwa siebenjährigen Kindes zwei Miniräder aus Ton.

Die zwei Rädchen mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern waren nach den Jahrtausenden so zerbrechlich, dass sie von den Wissenschaftern mitsamt der umliegenden Erde geborgen wurden, teilte das bayerische Denkmal-Landesamt mit. Nun wird der Fund in einer Restaurierungswerkstatt des Landesamtes zunächst gesichert, bevor dann eine Freilegung und eine genaue Untersuchung der Tonräder erfolgt. „Welchen Zweck diese Räder erfüllen sollten, ist bislang unbekannt“, sagte eine Sprecherin des Denkmalamtes.

Die Grabungen fanden in einem künftigen Baugebiet der Gemeinde Wallerstein, Landkreis Donau-Ries, statt.