DAS SOLLTEN SIE NICHT VERPASSEN

10.07.2017 • 15:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

1 20:00 jüdisches museum, hohenems. Lucia Heilman wurde 1929 in Wien geboren. Sie überlebte mit ihrer jüdischen Mutter jahrelang in einem Versteck, das ein Bergsteigerfreund des Vaters, der Kunstgewerbetreibende Reinhold Duschka, in seiner Werkstatt baute. Nach einem Bombenangriff versteckte Duschka die beiden von November 1944 bis zur Befreiung im April 1945 in einem Kohlenkeller seiner neuen Werkstatt. Jeder Laut hätte Lucia und ihre Mutter verraten können und hätte ihr und das Leben ihres Retters in Gefahr gebracht. Es war unerträglich: Kälte, Finsternis und die Angst, dass jeder, der Kohlen holte, sie hätte entdecken können, hatten fatale Folgen: „Ich wurde depressiv und war nicht mehr ansprechbar, sodass meine Mutter Angst um mich hatte. Diese Zeit war so schwer für mich, dass ich nicht mehr gesprochen habe.“ In den letzten Jahren wurde Lucia Heilman zu einer der wichtigsten Zeitzeugen in Österreich. Im Rahmen der Europäischen Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems spricht Dr. Lucia Heilman heute mit Univ.-Prof. Dr. Albert Lichtblau über ihre Erlebnisse. Der Eintritt ist frei! foto: apa/heilmann