Über Songs, die das Leben schreibt

Wohin / 08.06.2017 • 14:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Handgemachte Folkrock-Musik bieten Patrick Strobl, Willy Theil, Veit Rinner und Kevin Prantl von Mainfelt. OJA
Handgemachte Folkrock-Musik bieten Patrick Strobl, Willy Theil, Veit Rinner und Kevin Prantl von Mainfelt. OJA

Südtiroler Folkrock-Band Mainfelt gastiert beim Woodrock-Festival in Bludenz.

Bludenz. Seit Langem ist das Woodrock-Festival der Offenen Jugendarbeit Bludenz-Villa K. ein Fixtermin im Kulturkalender. Es ist Anlaufpunkt für die diversen Jugendkulturen der Region und darüber hinaus eine wichtige Bühne für Nachwuchskünstler und international etablierte Acts. Morgen, Samstag steht die Südtiroler Band Mainfelt auf der Bühne auf dem Remise-Vorplatz. Sänger Patrick Strobl spricht im VN-Interview über das neue Album „Backwards Around The Sun“ und die Besonderheit von Live-Auftritten.

Was bedeutet euer Bandname Mainfelt überhaupt?

Strobl: Der Bandname hat eigentlich gar keine richtige Bedeutung. Es war eher Zufall, dass wir so heißen. Über zwei Monate haben wir nach einem außergewöhnlichen Namen gesucht, nach etwas Kurzem und Einprägsamem und irgendwie fanden wir „Mainfelt“ passend (lacht).

Wie geht das Schreiben neuer Songs bei euch vonstatten? Gibt es da eine gewisse Hierarchie?

Strobl: Ich schreibe die Songtexte, aber ich lasse jedem einzelnen Bandmitglied den Freiraum, sich individuell einzubringen. Im Proberaum finalisieren wir die Songs dann gemeinsam.

Man liest, dass das Live-Album „Backwards Around the Sun“ euer bisher persönlichstes Werk ist. Inwiefern?

Strobl: Ja, das kann man so sagen. Am Anfang unserer Bandgründung waren wir in einer Findungsphase. Wir wussten nicht genau, wohin der Weg uns führt. Irgendwann wussten wir aber, dass wir die Musik als Band ernsthaft betreiben wollen. In den letzten Jahren waren wir viel auf Tour, haben unglaublich viele Konzerte gegeben. Das war eine sehr intensive Zeit, viele Emotionen waren mit im Spiel. Und das schlägt sich in unseren Songs nieder. Es sind quasi Texte aus unserem Leben. Diesmal erzählen wir aber keine fiktiven Geschichten, wie im vorherigen Album.

Wie kam die Idee, ein Live-Album aufzunehmen?

Strobl: Wir wollten diese Energie, die das Publikum bei unseren Konzerten spürt, auf eine Platte bringen. So geht das Gefühl nicht verloren.

Derzeit seid ihr wieder auf Tour. Was gefällt euch an Live-Auftritten?

Strobl: Das Leben auf Tour ist sehr intensiv. Natürlich gibt es auch manchmal Reibereien und Auseinandersetzungen zwischen uns, aber sobald man auf der Bühne steht, ist alles vergessen. Dann zählt nur noch die Musik.

Seid ihr immer noch nervös, wenn ihr auf der Bühne steht? Habt ihr ein Mittel gegen das Lampenfieber?

Strobl: Ja, ich bin immer nervös (lacht). Ich stehe als Sänger auf der Bühne, das ist immer wieder sehr aufregend. Aber nach dem zweiten Song geht’s meistens.

Ihr macht handgemachten Folkrock-Sound. Welche Künstler beeinflussen euch am meisten?

Strobl: Am ehesten Mumford & Sons. Aber einem direkten Einfluss sind wir nicht ausgesetzt, jeder von uns bringt seine Persönlichkeit und sein Genre ein.

Morgen tretet ihr beim Woodrock-Festival in Bludenz auf. Auf was dürfen sich die Zuschauer freuen?

Strobl: Auf jeden Fall auf eine energiegeladene Show, wir sind gut vorbereitet. Wir freuen uns schon sehr darauf.

In den letzten Jahren waren wir viel auf Tour. Das war eine sehr intensive Zeit mit vielen Emotionen.

Patrick Strobl

Zur Person

Patrick Strobl

Bandleader von “Mainfelt”

Geboren: 14. Februar 1986

Wohnort: Schlanders, Südtirol

Laufbahn: Die Band wurde von Patrick „Patti” Strobl, Kevin „Otti” Prantl und Veit „Veit” Rinner in Südtirol im Sommer 2011 gegründet, Debütalbum Midsummer EP, Live-Album Backwards Around the Sun

Hobbys: Kochen, Sport

Woodrock-Festival, Vorplatz Remise, 9. und 10. Juni. Mainfelt-Konzert: 10. Juni, Einlass: 18 Uhr