„Oberkrainer-Musik soll auch für die nächste Generation bleiben“: Sašo Avsenik (27) im VN-Talk

Wohin / 20.04.2019 • 10:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sašo Avsenik (rechts) und seine Oberkrainer gastieren demnächst in Bregenz. MISTELMUSIK

Sympathisch, unbeschwert und authentisch präsentieren sich Sašo Avsenik und seine Oberkrainer.

Schwarzach Ein voller Terminkalender und eine immer größer und jünger werdende Fangemeinde zeugen davon, dass die Kombination aus Tradition und Jugendlichkeit, gepaart mit einer unglaublichen Portion Musikalität, beim Publikum großen Anklang findet. Sašo Avsenik im VN-Talk.

Die Oberkrainer-Musik hat viele Fans, ältere wie junge. Was ist bei dieser Musik typisch?

Typisch ist der Sound, der aus Trompete, Klarinette und Akkordeon sowie Baritonhorn und Kontrabass besteht. Außerdem gibt eine Rhythmusgitarre, die seinerzeit eine Revolution war, da der Gitarrist der Oberkrainer damals mit Verstärker gespielt hat. Und natürlich der ein- oder mehrstimmige Gesang.

Dein leider schon verstorbener Großvater Slavko Avsenik gilt als Begründer der Oberkrainer-Musik. Wie viel hast du von ihm gelernt?

Ich habe ihm schon als kleiner Junge sehr gerne beim Üben zugehört. Opa hat mir auch immer viele Anekdoten von seinen Konzertreisen erzählt, das war immer sehr faszinierend für mich. So wie mein Opa finde auch ich, dass die Oberkrainer-Musik eine ganz besondere Musik ist. Sie ist so breit gefächert, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Du feierst heuer dein zehnjähriges Jubiläum mit den Oberkrainern. Was hat sich in diesen zehn Jahren alles getan?

Großartig war natürlich unser Auftritt im Musikantenstadl vor zehn Jahren. Der war eigentlich als Überraschung zum 80. Geburtstag meines Opas gedacht. Als Geschenk für ihn hatte ich mit meiner Mannschaft ein erstes Album aufgenommen. Wir waren alle leidenschaftliche Musikanten aber wir hatten nicht im Plan, hauptberuflich Musik zu machen. Das Publikum war aber so begeistert von unserer Musik, dass wir weitergemacht haben. Und so soll es auch weiterhin sein. Ich möchte, dass die Oberkrainer-Musik auch für die nächste Generation bleibt.

Welche Höhen und Tiefen gab es in dieser Zeit?

Die vielen Auftritte in Österreich und Deutschland, die Begeisterung des Publikums, das sind natürlich schon tolle Erlebnisse. Wir waren auch zweimal in Kanada und Amerika. Die Tiefpunkte waren die Zeiten, als drei sehr wichtige Leute unserer Musik verstorben sind. Zum einen natürlich mein Opa Slavko, der uns soviel mitgegeben hat, und seine Frau, meine Oma Brigitta, die mir mein erstes Akkordeon geschenkt hat und wahrscheinlich auch unser größter Fan war. Und schließlich Opas Bruder Mirco, er war Produzent bei den Oberkrainern.

Habt Ihr vor Euren Auftritten eigentlich ein bestimmtes Ritual?

Zuerst gibt es immer einen Soundcheck und danach gehen wir essen. Eine halbe Stunde vor dem Auftritt ist jeder für sich, um sich mental vorzubereiten. Da macht jeder etwas anderes. Es kommt auch immer darauf an, wie viel Druck wir verspüren. Wenn wir irgendwo das erste Mal spielen, haben wir weniger Druck. Aber wenn wir an Plätzen spielen, wo wir schon waren, möchten wir natürlich noch besser sein als beim letzten Mal. Dann sind wir schon angespannt.

Worauf dürfen sich Eure Fans beim Konzert in Bregenz freuen?

Wir werden das Beste aus den letzten zehn Jahren bringen und einige neue Titel sind auch dabei.

10 Jahre Sašo Avsenik und seine Oberkrainer: 28. April, 18 Uhr, Festspielhaus Bregenz. Karten: oeticket.com