„New Orleans übt eine Faszination aus“

14.08.2019 • 08:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sängerin und Musikerin Alex Sutter macht es glücklich, wenn sie ihre Freude an der Musik mit ihren Zuhörern teilen kann. Vn/Paulitsch
Sängerin und Musikerin Alex Sutter macht es glücklich, wenn sie ihre Freude an der Musik mit ihren Zuhörern teilen kann. Vn/Paulitsch

Alex Sutter empfindet eine tiefe Verbundenheit mit der Wiege des Jazz und Souls.

Nenzing Die Musikerin Alex Sutter wird mit ihrer unverwechselbar rockigen Stimme das New Orleans Festival, das zum ersten Mal in Hohenems stattfindet, aufmischen. Zur Wiege des Jazz hat sie eine besondere Beziehung.

 

Du trittst beim New Orleans Festival in Hohenems auf. Hast du eine Beziehung zu dieser Stadt?

Sutter New Orleans ist die Wiege des Jazz und Souls. Da muss ich von der Musik her unbedingt mal hin. Aber auch die französisch-spanische Geschichte der Stadt, das French Quarter, die kreolische Küche und die historischen Gebäude üben eine Faszination auf mich aus. Außerdem habe ich früher viel auf der Hohentwiel gespielt. Das war sehr nostalgisch, da mich dieses Schiff an die Raddampfer vom Mississippi erinnert hat.

 

Am Donnerstag trittst du im Duett mit Bernd Tagwerker (Krauthobel-Pianist auf). Wie kam es zu diesem Duett?

Sutter Bernd Tagwerker kenne ich schon lange. Ich habe ihn kennengelernt, als ich vor 20 Jahren bei Krauthobel Flöte gespielt habe. Wir sind immer in Verbindung geblieben. 2016 habe ich bei ihrem Jubiläumskonzert am Schrunser Kirchplatz wieder die Originalflöte herausgeholt und mit ihnen musiziert. Beim Festival in Hohenems werden wir mit Klavier, Gitarre und Gesang zwei Stunden lang eigene Stücke sowie Coverversionen mit viel Energie zum Besten geben.

 

Am Freitag, dem 23. August, gastierst du mit deiner Band. Was erwartet die Besucher des New Orleans Festivals?

Sutter Das ist ganz einfach. Die Besucher erwartet Funk, Rhythm und Soul. Wir haben auch einen Bläser dabei, der Südstaaten-Feeling verbreiten wird. Natürlich werden wir auch „What a wonderful world“ von Louis Armstrong spielen – in Anlehnung an das Satchmo-Festival in New Orleans und an meinen „The Voice“-Auftritt.

 

Hast du einen speziellen Song dabei?

Sutter Auf dem Festival möchte ich „Silently Breathing“ präsentieren. Diesen Song veröffentlichen wir Anfang Oktober als Tonträger. Ich habe dieses Lied ursprünglich für die Hochzeit meiner Schwester geschrieben. In diesem geht es um Vertrauen, sich wohlzufühlen und in guten und schlechten Zeiten als Paar zusammenzugehören. Das Schönste ich doch, wenn man den Partner neben sich atmen hört. Es ist eine emotionsgeladene Ballade, die immer mehr aufbaut.

 

Am Sonntag gibt es im Rahmen des Festivals eine Gospelmesse. Was hältst du persönlich von Gospelmusik?

Sutter Gospel ist eine spannende Geschichte. Ich war schon einmal in New York bei einer Gospelmesse dabei. Vom Kleinkind bis zur Großmutter waren alle am Klatschen. Die energiegeladene und lebensbejahende Musik geht unter die Haut. Gospellieder eignen sich hervorragend dafür, Schmerz rauszulassen und dann an das Gute zu glauben. 

 

Welche Bedeutung hat Musik für dich?

Sutter Musik ist da, um eine Ansammlung von Menschen auf die selbe Welle zu bringen. Das ist das Spannende an der Musik. Mich macht es glücklich, wenn ich meine Freude zu musizieren und zu singen teilen kann. Das ist für mich ehrlich und echt. Außerdem produziert Musik das Glücksmacherhormon Serotonin. Es macht fröhlich, auf der Welt sein zu dürfen. VN-PAG

Zur Person

Alex Sutter

Musikerin und Sängerin

Geboren 8. Mai 1973

Wohnort Nenzing

Hobbys Gärtla, Spaziergänge mit dem Hund und Musik hören

Lebensmotto Music first

Alex Sutter tritt beim New Orleans Festival in Hohenems (22. bis 25. August) auf. Am 22. 8. ab 19.30 Uhr mit Bernd Tagwerker und am 23. 8. ab 19 Uhr mit Band. Freier Eintritt.