Was Tricky Niki seiner Omi zu verdanken hat

Wohin / 10.01.2020 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tricky Niki verbindet in seinen Shows Bauchreden mit interaktivem Entertainment und Zauberkunst. Matern

Kommt demnächst zu drei Vorstellungen ins Ländle: Der Wiener Entertainer Tricky Niki.

Seine Show „Nikipedia – wenn das die Omi wüsste“ bietet einen irrwitzigen Unterhaltungs-Mix aus Bauchreden, Stand- up-Comedy und Zauberkunst auf höchstem Niveau. Tricky Niki präsentiert dabei nicht nur eine bezaubernde Show für Erwachsene, vor allem das Zwerchfell der Zuschauer wird dabei ordentlich durchgeschüttelt. Im VN-Interview erzählt der Entertainer über seine Kunst und sein neues Programm.

Im Jänner feiert dein neues Programm „Nikipedia“ Vorarlberg-Premiere. Auf was darf sich das Publikum freuen?

Auf meine weltweit einzigartige Kombination aus Zauberkunst, Comedy und Bauchreden. Es ist mein persönlichstes Programm und für Erwachsene geschrieben. Der rote Faden, der durch mein Programm führt, ist nämlich meine Omi – und die bietet wirklich jede Menge zum Lachen.

Im Untertitel steht ja der Satz „wenn das die Omi wüsste“.

Genau. Dass ich heute auf einer Bühne stehe, habe ich ja eigentlich meiner Omi zu verdanken, denn sie war der einzige Mensch, der damals gesagt, hat, „du hast Talent, mach weiter“. Meine restliche Familie hätte ja lieber gehabt, dass ich „was Gscheits“ lerne. Außerdem hatte meine Oma ein Talent, Dinge verkehrt zu verstehen und dann das Falsche zu sagen. Daraus ergeben sich natürlich viele Gags, die in mein Programm einfließen.

Du bist professioneller Zauberkünstler, Bauchredner und Stand-up-Comedian in einem – als was siehst du dich am meisten?

Tja, das kann ich so nicht beantworten, weil ich mich als Gesamtpaket Entertainer sehe. Ich mache auch alle drei Sachen sehr gerne. Es gibt dieses Schubladendenken, ich weiß. So gesehen habe ich mit meiner Unterhaltungsform eigentlich unabsichtlich eine eigene Schublade kreiert, in der diese drei Kunstformen vereint sind.

Sie sind mehrfacher Zauber-Staatsmeister – kann man sagen, dass die Zauberei ihre große Leidenschaft ist?

Definitiv. Das Zaubern hat ursprünglich mein ganzes Leben verändert. Ich war damals immer der Kleinste, habe viel jünger ausgesehen als die anderen und schon sehr darunter gelitten. Mit der Zauberei habe ich plötzlich etwas gekonnt, was die anderen nicht konnten. Ich stand plötzlich im Mittelpunkt, wurde respektiert, das hat mir schon sehr viel gegeben. Es war auch ein Ventil. Immer wenn es mir schlecht gegangen ist, habe ich ein neues Kunststück erlernt, es etwa meiner schwerkranken Mutter vorgeführt, die dann ihre Krankheit vergessen konnte. Das hat mir viel bedeutet. Die Bühne ist für mir überhaupt der schönste Platz der Welt. Da kann es mir noch so schlecht gehen, sobald ich auf die Bühne gehe, ist alles weg und ich fühle mich nur noch wohl.

Nutzt du die Fähigkeit des Bauchredens auch im Alltag?

Ja, klar. Einfach um zu schauen, wie die Leute um mich herum reagieren. Da gibt’s in meinem Programm auch ein paar ziemlich witzige Anekdoten aus meinem wahren Leben. Man kann schon ziemlich lustige Dinge mit dem Bauchreden machen.

Du machst ein sehr interaktives Programm und holst oft auch Zuschauer auf die Bühne. Was tust du, wenn dabei etwas schiefgeht?

Ich liebe es, wenn etwas schiefgeht, denn dann kann ich improvisieren. Das macht mir unglaublich viel Spaß. Die Zuschauer lieben es auch, wenn mal etwas Ungeplantes geschieht.

Was wünschst du dir für 2020?

Eigentlich bin ich ziemlich wunschlos glücklich. Es soll einfach alles so bleiben, wie es ist.

Tricky Niki – Nikipedia: 16., 17. Jänner, Löwensaal Hohenems. 18. Jänner Kulturbühne Schruns. Karten: Musikladen Götzis, 05522/41000