„Wir sind keine dramatische Band“

Wohin / 23.01.2020 • 11:49 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Verena Doublier und Sebastian Radon sind Wiener Blond. k. rever
Verena Doublier und Sebastian Radon sind Wiener Blond. k. rever

Wiener Blond verbinden Altbewährtes mit neuer Frische – demnächst auch in Götzis.

götzis Bei seinen Konzerten präsentiert das Duo „Neue Wienerlieder“ auf eigene Weise – bissig, aber charmant. Im VN-Interview sprechen die beiden Musiker über die Entwicklung ihrer Band.

 

Wiener Blond gibt’s jetzt seit sieben Jahren, wie habt ihr damals zur Band zusammengefunden?

verena Durch unsere Lieder, könnte man sagen. Wir hatten nämlich denselben Gesangsprofessor, der uns die Songs des jeweils anderen vorspielte – und die haben uns von Anfang an gut gefallen.

 

Wie habt ihr diese Jahre erlebt?

verena Auf jeden Fall sind sie mir kürzer vorgekommen. Ich denke, unsere Bandgeschichte und die dazugehörige Karriere gestaltet sich angenehm linear. Es gab bisher weder einen kometenhaften Aufstieg noch einen dramatischen Absturz. Man hat immer das Gefühl, es geht voran, solange man dranbleibt. Wir sind keine dramatische Band –  was nicht heißen soll, dass wir ausschließlich pragmatisch wären (lacht).

Sebastian: Wir haben seit 2013 knapp 200 Konzerte gespielt. Da wächst man zusammen. Es gab in den sieben Jahren noch nie einen Punkt, an dem wir nicht mehr wussten was wir zu tun haben. Wir hatten immer kleinere und größere Ziele vor Augen. Dadurch sind wir über die vermeintlichen Löcher einfach drübergehüpft.

 

Ihr habt ja recht ausgefallene Texte – wie ergeben sich die?

verena Wir beide lieben Sprache – deshalb stehen die Texte sowohl inhaltlich als auch klanglich beim Songschreiben im Mittelpunkt. Manchmal beobachte ich irgendein Detail aus dem Alltag – wie z.B. eine Zimmerpflanze, die eingeht, oder die Anspannung, wenn es zur Fahrkartenkontrolle kommt (selbst wenn man einen Fahrschein hat) und dann bemerke ich darin so viel Allgemeines, scheinbar universell gültiges –  das fasziniert mich sehr und dann sprudelt es aus mir heraus. Es ist sehr verlockend, diese Details dann ins Absurde zu führen – was in unseren Songs auch oft passiert. Manchmal lassen wir sie aber auch klassisch melancholisch ausklingen. So wie der Alltag halt ist.

Sebastian: Thematisch faszinieren mich die Manieren und Gewohnheiten der Menschen. Die Suche nach der passenden Kleidung am Morgen kann die selbstbewusstesten Frohgemüter ins Wanken und Zweifeln bringen. Oder: Die grantigsten Menschen verwenden gerne die Floskel: „schau ned so zwida!“ um ihrem eigenen Missmut Platz zu machen. Ein gefundenes Fressen für uns und unsere Texte.

Inwiefern ist das traditionelle Wienerlied für eure Songs Inspirationsquelle?

verena Das Wienerlied wurde uns ja zunächst von außen als Prädikat nach unserer ersten Veröffentlichung 2015 umgehängt. Wir haben infolgedessen viel auf einschlägigen Festivals gespielt und erst dann das traditionelle Wienerlied und seine Interpreten richtig kennengelernt. In unseren Texten blitzt wohl immer wieder etwas vom Wienerlied auf – thematisch, rhetorisch oder humoristisch. Aber diese Dinge passieren hauptsächlich unbewusst. Ab 2016 haben wir uns dem Wienerlied dann in unserer Kooperation mit dem Original „Wiener Salonensemble“ auch  musikalisch ein wenig angenähert.

Sebastian Im klassischen Wienerlied wird oft zweistimmig und in Halbtonschritten gesungen. Das ist oft die perfekt vertonte Form der bittersüß heiteren Schwermut, die man den Wienern nachsagt. Ich mag das und verwende es gerne für unsere Lieder.

 

Was werden wir bei eurem Konzert in Götzis hören?

verena Wir arbeiten gerade an unserem 3. Studioalbum und werden sicher einige ganz neue Songs performen – aber natürlich auch ein paar klassische ältere „Hadern“.

Zur Person

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Die Band Wiener Blond ist am 31. Jänner in der Kulturbühne Ambach Götzis live zu erleben. Karten: Musikladen