Von Feldkirch bis ge Arbogast . . .

Zett_Be / 16.10.2015 • 10:30 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Der hmbc und das Maturaprojektteam der HAK HAS Feldkirch – Rahel, Vanessa und Esra – rufen zu Solidarität und Beteiligung auf. Fotos: Projektteam
Der hmbc und das Maturaprojektteam der HAK HAS Feldkirch – Rahel, Vanessa und Esra – rufen zu Solidarität und Beteiligung auf. Fotos: Projektteam

Wohnzimmeratmosphäre mit dem hmbc zugunsten des Jugendhauses – eine Diplomarbeit der HAK HAS Feldkirch.

Feldkirch. 5. Klasse HAK. Aufgabe: Diplomarbeit. Endlich kann man umsetzen, was man in vier Jahren gelernt hat. Die Diplomarbeit an der Handelsakademie ist eine praktische Arbeit auf vorwissenschaftlichem Niveau, die vor der Reifeprüfung im Team erstellt wird, einen Praxisbezug hat und ganz gezielt ein Problem oder eine Aufgabe eines externen Partners löst. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Institutionen und NGOs steht neben einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema im Mittelpunkt.

Katharina Lenz, selbst ehemalige HAK-Absolventin und jetzige Projektleiterin vom Jugendbüro „freigeist – junge initiative arbogast“, weiß, wie schwierig es ist, ein Maturaprojekt zu finden und umzusetzen. Mit ihrem Projektauftrag wandte sich Katharina an die Handelsakademie Feldkirch.

Das Projektteam, bestehend aus Esra Arslan, Rahel Röckle und Vanessa Tran, hat die Herausforderung gerne angenommen, die das Bildungshaus geboten hat: die Organisation eines Events zugunsten der Sanierung des Jugendgästehauses in St. Arbogast.

Ein Haus für die Jugend

Das Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast in Götzis wurde vor 60 Jahren von Jugendlichen für Jugendliche gebaut. Schulklassen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kommen während des Schuljahres zu Workshops, Schullandwochen und Besinnungstagen. Jugendorganisationen, SportlerInnen, StudentenInnen, Lehrlinge, Jugendreise- und Jugendaustauschgruppen finden hier das ideale Umfeld für Arbeit, Lernen und Ferien.

Über 300.000 Kinder waren bisher hier zu Gast und die Zeichen der Zeit haben ihre Spuren hinterlassen. Aus diesem Grund wird das „Haus 1“ im Jahr 2016 saniert und neu gestaltet. Ein Lift wird eingebaut, der auch körperlich beeinträchtigten Menschen eine gute Nutzung des Hauses ermöglicht. Das Gästehaus bietet künftig Unterkunft und Begegnungsräume für 60 Personen und ermöglicht eine vielseitige Nutzung als Jugend-, Familien- und Gruppen-Gästehaus.

Geplant und gebaut wird mit dem Architekturbüro Christian Lenz, konsequenterweise regional und nachhaltig, ökologisch und sozial verantwortlich – ganz im Geiste des Leitbildes von Arbogast. Die Umsetzung dauert voraussichtlich von Jänner bis Juni 2016 und umfasst Kosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro.

Jugendliche für Jugendliche

Was liegt also näher, als dass die Jugend Solidarität und Beteiligung zeigt. Das perfekte Thema für das Trio. „Eine Non-Profit-Organisation, für die wir wirklich etwas tun können. Ein Projekt, welches auch ein breites Spektrum unseres erworbenen Fachwissens abdeckt: Von der Finanzierung bis zum Marketing ist alles dabei“, freut sich Vanessa. Die Aufgabenstellung war komplett offen. Egal, welche Art von Veranstaltung es war, Hauptsache, sie wird mit Herzblut gemeistert. Eigentlich war den Mädchen schnell klar, welchen Event sie gerne organisieren würden. Und sie konnten ihr Glück kaum fassen, als der hmbc wirklich zugesagt hat, um St. Arbogast zu unterstützen.

Dass eine Eventorganisation weitaus anstrengender ist, als man sich das vorstellt, war wohl eine der ersten Erfahrungen im Projekt. Viele Entscheidungen mussten getroffen werden, die Zeit drängte, Termine mussten fixiert werden, Sponsoren sollten gefunden werden. Ganz gut, dass das Team Projektmanagement gelernt hatte, wenn auch die Praxis den Mädels dann doch einiges mehr an Spontaneität und Flexibilität abverlangt hat, als in der Planung vorgesehen. „Wir haben so viel gelernt und gleichzeitig sehr viel Unterstützung erhalten; das Projekt ist wirklich zu einer Herzensangelegenheit geworden und keineswegs mehr nur eine Pflicht“, meint Esra. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Benefizkonzert findet am 21. Oktober 2015 in St. Arbogast statt und ist mit 105 Gästen bis auf den letzten Platz ausverkauft. Es handelt sich um eine Abendveranstaltung in kleinem Rahmen, der den Musikern einen sehr persönlichen Kontakt zum heimischen Publikum ermöglicht und umgekehrt. Der Holstuonarmusigbigbandclub freut sich auf das unplugged Konzert mit Wohnzimmeratmosphäre.

Danke an alle Beteiligten

Die Veranstaltung wird von folgenden Sponsoren durch Geld- oder Sachspenden unterstützt: Sparkasse Feldkirch, KSW, Titz GmbH, Kinesiologie Esther Röckle, Vorarlberger Kraftwerke AG, Veyez, Atelier Stecher, Jugendservice Feldkirch, Fras­tanzer Bier, Peter-Hof und von der Bäckerei Martin Walt­ner. Ein herzliches Dankeschön dafür. Ein besonderer Dank gilt den Musikern des Holstuonarmusigbigbandclubs, die allesamt auf ihre Gage verzichten. Der Gesamterlös dieses Abends fließt zu 100 Prozent in die Sanierung und Neugestaltung des neuen Hauses.

Elena Breuss,Schülerin der HAK HAS FeldkirchDa ich früher auch schon oft das Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast besucht habe, finde ich die Idee, ein Benefizkonzert für die Renovierung zu veranstalten, sehr gut! Es wäre schade, wenn wir solche Einrichtungen verfallen lassen, da dort viele Jugendliche und auch Kinder Erfahrungen für das Leben sammeln.
Elena Breuss,

Schülerin der HAK HAS Feldkirch

Da ich früher auch schon oft das Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast besucht habe, finde ich die Idee, ein Benefizkonzert für die Renovierung zu veranstalten, sehr gut! Es wäre schade, wenn wir solche Einrichtungen verfallen lassen, da dort viele Jugendliche und auch Kinder Erfahrungen für das Leben sammeln.

Titz GmbH, Sponsor, SchaanwaldGerne unterstütze ich junge Menschen, wenn ich sehe, dass sie sich um eine Sache bemühen. Arbogast als Weiterbildungszentrum gefällt mir als Projektpartner und die Band hmbc ist mir sehr wohl bekannt. Die Idee einer Verschmelzung von Musik und Bildung mit „Wohnzimmeratmosphäre“ ist sehr einfallsreich und interessant.
Titz GmbH,
Sponsor, Schaanwald

Gerne unterstütze ich junge Menschen, wenn ich sehe, dass sie sich um eine Sache bemühen. Arbogast als Weiterbildungszentrum gefällt mir als Projektpartner und die Band hmbc ist mir sehr wohl bekannt. Die Idee einer Verschmelzung von Musik und Bildung mit „Wohnzimmeratmosphäre“ ist sehr einfallsreich und interessant.

Michael Weber, Direktor der HAK HAS FeldkirchIch vergleiche mich immer wieder mit der Spinne „Thekla“ aus Biene Maja, denn eine moderne Schule braucht heute neben gutem Unterricht auch ein Netzwerk in der Region. Von Praktika über Betriebserkundungen und Projekte bis hin zu Patenschaften, Kooperationen und Sponsoring ist alles möglich.
Michael Weber,
Direktor der HAK HAS Feldkirch

Ich vergleiche mich immer wieder mit der Spinne „Thekla“ aus Biene Maja, denn eine moderne Schule braucht heute neben gutem Unterricht auch ein Netzwerk in der Region. Von Praktika über Betriebserkundungen und Projekte bis hin zu Patenschaften, Kooperationen und Sponsoring ist alles möglich.

Katharina Lenz, Projektauftraggeberin St. ArbogastDie Mädels von der HAK HAS Feldkirch engagieren sich für die Erhaltung eines Jugendhauses, das vor vielen Jahren von Jugendlichen gebaut wurde und nun für weitere Generationen fit gemacht werden soll. Dass sie dabei noch Rückenwind von den Musikern vom Holstuonarmusigbigbandclub bekommen, ist natürlich grandios.
Katharina Lenz,
Projektauftraggeberin St. Arbogast

Die Mädels von der HAK HAS Feldkirch engagieren sich für die Erhaltung eines Jugendhauses, das vor vielen Jahren von Jugendlichen gebaut wurde und nun für weitere Generationen fit gemacht werden soll. Dass sie dabei noch Rückenwind von den Musikern vom Holstuonarmusigbigbandclub bekommen, ist natürlich grandios.

Rahel Röckle, ProjektteammitgliedÄrmel hochkrempeln und aktiv sein war die Devise in unserem Projekt. Und dadurch wurde es zu einem Anliegen und ich sehe, dass man Dinge, wenn man sie gerne tut, richtig gut machen kann. Ich freue mich schon auf einen Job, der mich ebenso fordert.
Rahel Röckle,
Projektteammitglied

Ärmel hochkrempeln und aktiv sein war die Devise in unserem Projekt. Und dadurch wurde es zu einem Anliegen und ich sehe, dass man Dinge, wenn man sie gerne tut, richtig gut machen kann. Ich freue mich schon auf einen Job, der mich ebenso fordert.

zett-be-Umfrage. Statements zum Maturaprojekt

» St. Arbogast ist auf die Unterstützung vieler engagierter Menschen angewiesen. Wer beim Konzert nicht dabei sein kann, das Projekt aber unterstützen möchte, bei welchem das Projektteam einen Beitrag von 3000 Euro beisteuern will – das Trio freut sich über jeden Beitrag!

» Spendenkonto: Sparkasse der Stadt Feldkirch, IBAN AT12 2060 4001 0000 2252, BIC SPFKAT2BXXX, Verwendungszweck: Ein Haus für die Jugend