Eine perfekte Reise in die Geschichte

22.07.2016 • 08:06 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Eine Gruppe auf der Plattform des Münsters.
Eine Gruppe auf der Plattform des Münsters.

Mittels einer Erhebung unserer Vorlieben plante Prof. Hans-Peter Schuler für uns die perfekte Reise ins Elsass.

Mulhouse. Es ging also am Montag, dem 4. Juli, los. Alle noch ganz verschlafen trafen wir uns um 5.50 Uhr bei unserer Schule, dem BG Feldkirch. Um 6 Uhr startete die Fahrt. Zuerst waren alle noch ganz schläfrig, je mehr wir uns Frankreich näherten, umso besser wurde die Stimmung. Zuerst machten wir eine kleine Wanderung zu den Gedenkstätten am Hartmannswillerkopf, wo wir eine tolle Führung bekamen. Bald darauf checkten wir in unser Hotel in Mulhouse ein.

Anschließend gingen wir in die „Cité de l’Automobile“. Eine interaktive Führung war angesagt, Höhepunkt war sicher die Simulation des Überschlags mit einem Auto. Gleich danach fuhren wir nach Rixheim, wo wir das erste Mal die französische Kost probierten. Zum Ausklang des ersten Tages machten wir noch einen Spaziergang durch die Stadt. Wir bekamen Freizeit und konnten so schon mal abklären, wo die interessantesten Geschäfte sich befanden.

Am nächsten Morgen gab es ab 6.45 Uhr Frühstück in zwei Gruppen. Kurz danach ging es in die Hauptstadt des Elsass, Strasbourg. Da es keinen Stau gab schafften wir es, vor unserem Schifffahrtstermin da zu sein. Unsere Pünktlichkeit wurde belohnt. Wir bekamen Plätze auf dem einzigen offenen Schiff und so wurde die Fahrt auf der Ill besonders toll. Anschließend besichtigten wir das Münster und stiegen auch zur Plattform auf. Die 332 Stufen hatten es in sich. Verschwitzt und außer Atem kamen wir oben an, es hat sich für die tolle Aussicht gelohnt. Wieder unten angekommen hatten wir Zeit, die Einkaufsmeile der Stadt zu erkunden. Viele von uns landeten bald in den Galeries Lafayette.

Nach dem Mittagessen im „Ciarus“ fuhren wir bald zurück nach Mulhouse und bekamen dort nochmals Zeit, um shoppen zu gehen. Abends wartete dann das nächste französische Essen auf uns. Vielen schmeckte die Entenpastete nicht, wahrscheinlich haben ihnen die Tiere leidgetan. Als Abendprogramm stand dann Minigolf auf dem Plan. Da wir erst nach 22 Uhr fertig waren, kauften wir ein Gruppenticket für die Straßenbahn. Auch ein Erlebnis, Mulhouse einmal aus dieser Perspektive zu sehen.

Festungsbesuch

Mittwochs ging es frühmorgens nach Mutzig. Dort besichtigten wir die „Feste Kaiser Wilhelm II.“. Man müsste elf Kilometer zurücklegen, um die Anlage abzugehen. Dies blieb uns zum Glück erspart. Beeindruckt waren wir von der technischen Ausstattung, welche die Deutschen um die Jahrhundertwende schon hatten. Natürlich durfte der traditionelle Flammkuchen (tarte flambée) nicht fehlen. Wir verdrückten mit unseren beiden Freundinnen Claudia und Valentina immerhin sechs Stück. Und dann noch einen süßen Flammkuchen zum Nachtisch. Müde vom vielen Essen ging es nach Struthof, wo wir das Konzentrationslager besichtigten. Unsere beiden Lehrer führten uns, aufgeteilt in zwei Gruppen, durch das Lager und erklärten die wichtigsten historischen Zusammenhänge. Da wir viele Fragen hatten, dauerte unser Besuch rund zweieinhalb Stunden! Dies führte dazu, dass wir das Weinbaudorf Riquewihr nicht mehr besichtigen konnten, denn zum Abendessen mussten wir uns sputen. Diesmal gab es eine Spezialität aus dem Süden Frankreichs, das Cassoulet. Um 20 Uhr begann dann die langersehnte Disco mit eigener DJane, für die wir extra eine Kuchenaktion gestartet hatten, um das Geld selbst aufbringen zu können. Da unser Busfahrer Rüdi schon Pause hatte, brachte uns das Wirte-Ehepaar mit ihren Autos ins Hotel zurück. Gerade noch rechtzeitig, denn dann war vielleicht was los. Portugal hatte das EM-Halbfinale gewonnen und die vielen Portugiesen machten mit Fahnenschwingen, Hupen und Gegröle die Nacht zum Tag.

„Kleiner Prinz“

Der letzte Tag brach an. Gestärkt mit einem guten Frühstück brachen wir zum Themenpark des „kleinen Prinzen“ auf. Dort konnten wir uns frei bewegen, alles nach Lust und Laune ausprobieren. Unter anderem stiegen wir mit einem der zwei Heißluftballons bis in eine Höhe von 150 Meter auf. Unter uns lag die Oberrheinische Tiefebene mit ihren Dörfern und Weinbergen. Weitere Höhepunkte war die „Skybar“ (35 Meter über dem Boden) sowie 3D- und 4D-animierte Kinos. Und um circa 14 Uhr ging es leider zurück nach Feldkirch. Die Klassenfahrt war eine gute Möglichkeit, Frankreich besser kennenzulernen, und für diejenigen, die Französisch lernen, gab es auch genug Möglichkeiten, ihre Kenntnisse zu verbessern.

Danke unseren beiden Professoren Hans-Peter und Benjamin Schuler für die tollen Tage!

Von Anna Müller und

Clara Malin

Flammkuchen schmecken gut.
Flammkuchen schmecken gut.
Die beiden Autorinnen im Automobilmuseum (links Clara, rechts Anna).
Die beiden Autorinnen im Automobilmuseum (links Clara, rechts Anna).
Due Skybar“ im Park des kleinen Prinzen – zum Wohl in 35 Meter Höhe.
Due Skybar“ im Park des kleinen Prinzen – zum Wohl in 35 Meter Höhe.
Gruppenfoto auf dem Boot auf der Ill in Straßburg: „Unsere Pünktlichkeit wurde belohnt. Wir bekamen Plätze auf dem einzigen offenen Schiff.“ FotoS: 4a-Klasse BG/BRG Feldkirch Rebberggasse
Gruppenfoto auf dem Boot auf der Ill in Straßburg: „Unsere Pünktlichkeit wurde belohnt. Wir bekamen Plätze auf dem einzigen offenen Schiff.“ FotoS: 4a-Klasse BG/BRG Feldkirch Rebberggasse