„Dieses Gefühl ist für uns unbeschreiblich“

07.04.2017 • 12:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Maximilian Wirth
Maximilian Wirth

Maximilian Wirth und Fabienne Riedmann berichten über ihr ehrenamtliches Engagement bei den PfadfinderInnen.

hard, Lustenau. Da wir sehr neugierig sind und gerne neue Sachen ausprobieren, freuen wir uns sehr, dass wir vom aha die Chance bekommen haben, als Pilotgruppe für die PfadfinderInnen das neue Anerkennungssystem aha plus auszuprobieren.

Wichtige Themen

Wir sind ehrenamtlich bei den PfadfinderInnen Hard tätig. Zu unseren Aufgaben gehört es unter anderen jede Woche eine Heimstunde zu planen. Heimstunden gehen eineinhalb bis zwei Stunden, die wir mit verschiedenen Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen verbringen. Wir behandeln wichtige Themen und versuchen unsere acht Schwerpunkte und unsere „Pfadfinder-Regeln“ spielerisch und entdeckerisch zu vermitteln.

Die acht Schwerpunkte sind für uns Säulen, über die wir im Leben immer wieder stolpern. Wir versuchen so, uns mit Mitmenschen, Körperbewusstsein, Religionen und der Umwelt auseinanderzusetzen.

Sich einbringen

Bei actionreichen Spielen vermitteln wir den Kindern, dass jede/r, so wie sie/er ist, wichtig ist und es gut ist, so zu sein, wie man ist. Jede/r kann sich in einer Gemeinschaft einbringen. Das kritische Auseinandersetzen mit sich selbst und der Umwelt liegt uns sehr am Herzen, da wir die Kinder und Jugendlichen unparteiisch fördern möchten. Um unsere Heimstunden abwechslungs- und lehrreich zu gestalten, verbringen wir sehr viel Zeit mit der Planung. Das eine Mal finden die Heimstunden in der Natur statt, wo wir den Kindern zeigen, wie Lagerbauten und Zelte aufgestellt werden – und das alles ohne einen einzigen Nagel! In der nächsten Heimstunde planen wir, was wir zur Entfaltung der Kreativität der Kinder unternehmen können.

Der große Höhepunkt eines jeden Pfadijahres ist das Sommerlager – da fahren wir mit den Kindern über eine Woche in die Natur. Zur Vorbereitung darauf haben wir über das ganze Jahr verteilt Wochenendlager. Dort fahren wir mit den Kindern ein Wochenende lang auf eine Hütte irgendwo in Vorarlberg. Da wir, als wir klein waren, so viel durch die PfadfinderInnen gelernt haben und als Kinder so viel Spaß hatten – mit Aktionen, die wir mit unseren Eltern, Geschwistern oder Verwandten nie gehabt hätten –, war es für uns von Anfang an klar, dass wir irgendwann auch mal Leiter bzw. Leiterin sein wollen. So können wir all das, was wir erlebt haben, der nächsten Generation weitergeben.

Erfahrungen sammeln

Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, in die funkelnden Augen der Kinder zu blicken, nach einer coolen Aktion, und zu hören: „Das war
soooooooo cool!!! Können wir das nicht wieder einmal machen?“ Das sind für uns die kleinen Zuckerstücke in unserer Pfadfinderkarriere, die uns immer wieder antreiben, neue Sachen und neue Aktionen mit den Kindern zu planen.

Um richtig mit den Kindern und Jugendlichen umzugehen, richtige Schritte, Lösungen und Ideen zu entwickeln, gibt es vom Landesverband Weiterbildungen und Seminare, die wir als LeiterInnen besuchen müssen. Wir lernen sehr viel Organisatorisches, Erziehungsmethoden, den richtigen Umgang mit Kindern, Eltern und Jugendlichen, Konfliktbewältigung und wir lernen so wahnsinnig viel für das ganze zukünftige Leben!

Ab in die Natur: Der große Höhepunkt eines jeden Pfadijahres ist das Sommerlager. Fotos: Pfadfinder Hard
Ab in die Natur: Der große Höhepunkt eines jeden Pfadijahres ist das Sommerlager. Fotos: Pfadfinder Hard
Fabienne Riedmann
Fabienne Riedmann

Maximilian Wirth (16) aus Hard, Leiter der Wichtel (Mädchen von 7 bis 10 Jahren), Fabienne Riedmann (22) aus Lustenau, Leiterin der Späher (Jungs von 10 bis 14 Jahren)