¡Hola, Vorarlberg!

Zett_Be / 08.06.2018 • 13:54 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Nach der Führung durch das Landhaus aßen unsere Besucher - auf Einladung der Frau Landesrätin Schöbi-Fink - zum ersten Mal „SchniPo“.
Nach der Führung durch das Landhaus aßen unsere Besucher – auf Einladung der Frau Landesrätin Schöbi-Fink – zum ersten Mal „SchniPo“.

13 spanische Schüler waren im Rahmen des Erasmus+-Programms zu Besuch am BG Feldkirch.

Feldkirch Nach einem dreieinhalbstündigen Flug von Las Palmas de Gran Canaria nach Zürich befanden sich die Spanier um 18.50 Uhr im Landeanflug. Anhand anschließendem Taxidienst kam dann die Gruppe von 13 spanischen Schülern sowie zwei ihrer Lehrer später in Feldkirch an. Rasch erfolgte Empfang und Begrüßung sowie die Zuteilung der Austauschpartner, um den Einzug und den ersten Abend in der Gastfamilie zu verbringen.

Als allererster Programmpunkt standen vier Unterrichtstunden am BG Feldkirch an. In verschiedenen Gruppen aufgeteilt bekamen die Spanier einen ersten Eindruck, wie Spanisch- und Englischunterricht in einer österreichischen Schule abläuft. Nach Unterrichtsschluss begann unser gemeinsamer Fußmarsch in die Stadt. Das Mittagessen verspeisten wir über den Dächern von Feldkirch, im Restaurant des Montforthauses. Im Anschluss stand die von uns Schülern durchgeführte Stadtführung auf dem Plan. Abwechselnd wurden Sehenswürdigkeiten und besondere Gebäude, von der Musikschule bis zur Schattenburg, unseren Besuchern auf Spanisch sowie Englisch vorgestellt. Bevor es für einen kurzen Sprung nachhause ging, um sich die Füße auszuruhen, gab es noch einen Boxenstopp bei der Eisdiele. Abends trafen wir uns alle noch einmal im Pfadfinderheim in Rankweil, wo die Spanier in den Genuss von österreichischer Schlagermusik kamen und Kartenspielen lernten.

Neugierig

Der erste Mai stand vor der Tür und mit ihm neugierige Spanier. An diesem Tag lag es an uns, ein eigenständiges Programm zu kreieren und für ausreichend Unterhaltung zu sorgen. Wir verfolgten die Musikanten während dem Dorfrundgang, boten sportliche Betätigung à la Fußball oder Basketball sowie Städteausflüge.

Am nächsten Tag fuhren wir mit unseren Gästen mit dem Zug nach Bregenz. Ganz nach dem Motto „winds of change“ besichtigten wir das vkw-Mobilitätszentrum. Nach einem Vortrag über E-Mobilität hatten wir die Möglichkeit, diverse Elektrofahrzeuge auszuprobieren. Einige sind zum ersten Mal auf Segways gefahren, sind mit E-Fahrrädern um die Häuser geflitzt. Für diejenigen, welche bereits einen Führerschein besitzen, standen Elektroautos zur Erprobung bereit. Danach ging es ins Landhaus. Die interessante Führung wurde von unseren Schülern übersetzt, wir konnten unsere Spanisch-Kenntnisse unter Beweis stellen. Zu Mittag aßen unsere Besucher – auf Einladung der Frau Landesrätin Schöbi-Fink – zum ersten Mal „SchniPo“. Nachmittags gab es dann eine kurze Besichtigung des Hafens und der Seebühne, mit den Erklärungen in Spanisch.

Donnerstags führten wir unsere Gäste ins Montafon, genauer gesagt nach Schruns. Bei der Reise mit dem „Muntafunerbähnle“ bestaunten sie unsere schöne Bergwelt. Erster Programmpunkt war das Heimatmuseum, wo man den spanischen Austauschschülern unsere Kultur noch etwas näherbringen wollte. Wie so oft in dieser Woche konnte man das Mittagessen fast nicht mehr abwarten. Bei „Guat und Gnuag“ gab es leckere Lasagne oder und ein typisch österreichisches Gericht: Germknödel. Die Spanier standen Letzterem jedoch skeptisch gegenüber und vertrauten mehr der italienischen Variante. Anschließend besuchten wir das Kraftwerk Kops 1 in Partenen. Zu Beginn wurden uns Filme gezeigt, die uns erklärten, wie Turbinen und Generatoren funktionieren. Zusätzlich staunten wir über den Umstand, dass sich das Kraftwerk in einer Kaverne im Felsen befindet. Den spanischen Teilnehmern dies zu zeigen war uns sehr wichtig, weil unser Projekt sich mit den erneuerbaren Energien beschäftigt. Zudem ist Kops 1 eines der leistungsstärksten Wasserkraftwerke Österreichs. Nach der von unseren Schülern übersetzten Führung gab es noch eine leckere Jause, für die wir uns auf diesem Wege nochmals recht herzlich bedanken möchten.

Zu Besuch bei Omicron

Am nächsten Tag hatten wir noch die Möglichkeit, die Firma Omicron in Klaus anzusehen. Von den ganzen Besichtigungen schon ein bisschen erschöpft, konnten wir uns alle nicht vorstellen, wie uns dieses Unternehmen begeistern würde. Schon als wir das erste Gebäude betraten, kamen wir alle aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Durch die einzigartige Gestaltung dieses Arbeitsplatzes wird jedem klar, warum diese Firma als einer der besten Arbeitgeber ausgezeichnet wurde. Doch nach dem Spaß kommt die Arbeit, und durch eine kleine Führung konnten wir einen Einblick in das Unternehmen bekommen. Führungen gab es in drei Sprachen, auch die Spanier waren sichtlich begeistert. Nicht nur die kostenlose Schokolade, die an fast jeder Ecke zu bekommen war, macht Omicron so bemerkenswert, sondern zu sehen, wie die Mitarbeiter mit vollem Elan bei der Arbeit sind. Nachmittags kehrten wir in unsere Schule zurück, um unseren Besuchern die österreichische Kultur nochmals zu demonstrieren. Von Schuhplattler, Walzer bis zu „I am from Austria“, alles war dabei und unser Abschlussnachmittag darf als gelungen angesehen werden.

Am letzten Tag waren unsere Gäste in den Familien, abends traf man sich noch zum Bowling. Man konnte sehen, wie sich Freundschaften zwischen uns allen bildeten und so fiel uns der Abschied, der Sonntag morgens stattfand, sehr schwer. Umso mehr freuen wir uns auf die Austauschwoche in Gran Canaria und das baldige Wiedersehen! Zu guter Letzt möchten wir uns bei all jenen Personen bedanken, die diese Woche ermöglichten und auf deren Unterstützung wir zählen durften.

  Von Elisa Dirschmid und

 Nicole Berchtel

Bei einer Stadtführung wurde den Schülern aus Spanien unter anderem die Schattenburg vorgestellt.
Bei einer Stadtführung wurde den Schülern aus Spanien unter anderem die Schattenburg vorgestellt.
Zu Besuch bei den vkw: Ein spanischer Lehrer mit Schülerin auf einem E-Roller.
Zu Besuch bei den vkw: Ein spanischer Lehrer mit Schülerin auf einem E-Roller.
Beim Abschlussprogramm war von Schuhplattler über Walzer bis zu „I am from Austria“ alles dabei.
Beim Abschlussprogramm war von Schuhplattler über Walzer bis zu „I am from Austria“ alles dabei.