Die gefährlichsten und nervigsten Verkehrssünden der Österreicher

Vorarlberg / 17.08.2014 • 22:18 Uhr
Das Vordrängeln in der Rettungsgasse empfinden 70 Prozent der unter 30-jährigen Autofahrer als riskant und lästig.  Foto: VN/Steurer
Das Vordrängeln in der Rettungsgasse empfinden 70 Prozent der unter 30-jährigen Autofahrer als riskant und lästig. Foto: VN/Steurer

Das Ignorieren des Rechtsvorrangs gilt für die Autofahrer als die riskanteste Topsünde.

Schwarzach. (VN-gs) 2000 Autofahrer wurden anlässlich der „Generali Autostudie 2014“ nach jenen Verhaltensweisen befragt, die sie im Straßenverkehr als besonders gefährlich einschätzen.

Und auch nach jenen Sünden, die sie als besonders nervig empfinden und die ihnen gelegentlich auch selbst passieren. Die Ergebnisse sind eindeutig: Demnach ist der Spitzenreiter in der Gefahrenstatistik eindeutig das Ignorieren des Rechtsvorgangs.

Blockieren der Spur, Missachten des Reißverschluss-Verfahrens und Langsamfahrer nerven am stärksten.

Ein Viertel der Verkehrsteilnehmer fährt gelegentlich zu schnell, ein Fünftel fährt hin und wieder bei gelber oder roter Ampel in die Kreuzung.

Jene drei Verkehrssünden, die die Österreicher am häufigsten bei sich selbst feststellten, sind zu schnelles Fahren, Nicht-Beachten der Ampelsignale und Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. Als noch gefährlicher wird das Fahren ohne Licht bei Dämmerung beurteilt.

Generationsunterschiede

Die Studie zeigt auch einen deutlichen Generationsunterschied bei den lästigen Verhaltensweisen im Straßenverkehr auf. Ältere Autofahrer stört am stärksten das Missachten des Reißverschluss-Systems beim Einordnen in die Fahrspur (Rang eins mit 73 Prozent), während das nur für 64 Prozent der unter 30-Jährigen ein Thema ist (Rang 7). Große Unterschiede gibt es auch beim Drängeln auf der Autobahn: Das stresst 70 Prozent der jungen und 56 Prozent der älteren Autolenker.

Ähnlich verhält es sich beim Vorfahren in gebildeten Rettungsgassen – das ist für 70 Prozent der unter 30-Jährigen und 56 Prozent der über 50-Jährigen lästig.

Mehr Männer als Raser

Geringere Unterschiede gibt es bei der Beurteilung der gefährlichsten, nervigsten und eigenen Verkehrssünden zwischen Frauen und Männern. Die größte Abweichung zeigt sich mit 10 Prozent-Punkten bei der Einschätzung, wie gefährlich das zu schnelle Fahren bzw. Rasen ist. Das schätzen Frauen mit 76 Prozent deutlich gefährlicher ein als Männer mit 66 Prozent.

Auch bei der Neigung zum Rasen unterscheiden sich die Angaben: Während 29 Prozent der Männer hin und wieder zu schnell fahren, passiert dies „nur“ bei 21 Prozent der Frauen.

Die gefährlichsten und nervigsten Verkehrssünden der Österreicher