Tonnenschwere Teile für neue Oberlechbahn
Bauen, was das Zeug hält: In Lech und Zürs läuft der Seilbahnbau derzeit auf Hochtouren.
Lech. (VN-tw) Rund 45 Millionen Euro in Zürs und mehr als elf Millionen in Lech: Derzeit haben die Seilbahnbauer am Arlberg Hochbetrieb. Während in Zürs eine „Skischaukel“ im Werden ist, steht im Tourismus-Eldorado Lech der Neubau der Bergbahn nach Oberlech im Fokus der Bauarbeiten. Dort werden sowohl die Tal- als auch die Bergstation sowie die Bahn selbst komplett erneuert und modernisiert.
Seilbahnstütze mit 73 Tonnen
Gestern, Montag, wurden bis rund zehn Tonnen schwere Stahlteile mit einem Spezialkran auf die neue Stütze 2 gehievt und mussten in schwindelerregender Höhe verschraubt werden. Dabei ging es um die Montage eines so genannten Seilabhebebockes mit Zugseilrollen und Tragseilschuh, erklärt Walter Langenfelder (59), der seit 1994 als Betriebsleiter bei der Bergbahn nach Oberlech tätig ist. Heute, Dienstag, werde das zweite Stahlteil auf der Stütze angebracht. In der Folge weise die Stütze ein Gesamtgewicht von 73 Tonnen auf, sagt Langenfelder.
Rund 60 Arbeiter auf Baustelle
Wo liegt im Hinblick auf den Neubau der Kabinenbahn nach Oberlech für ihn die größte Herausforderung? Langenfelder: „Aus meiner Sicht ist es der enge Zeitplan, der für enormen Zeitdruck sorgt. Die neue Bahn sollte nämlich am 26. November wieder den Betrieb aufnehmen können.“ Dies schlägt sich freilich auch bei der Anzahl der Baustellenmitarbeiter zu Buche: Je 25 von ihnen sind mit dem Errichten der Tal- bzw. Bergstation und weitere neun Mitarbeiter mit dem Seilbahnbau selbst beschäftigt.
Detail am Rande: Im Unterschied zu den vier Bahnen aus dem Hause Doppelmayr, welche die Ski Zürs AG und die Bergbahnen Stuben derzeit am Arlberg verbauen, stammt jene in Oberlech vom Seilbahnbauer Steurer aus Doren.