Trainersuche biegt in Endphase

Sport / 20.12.2016 • 22:30 Uhr
Das Handy ist derzeit das wichtigste Arbeitsmittel von Georg Zellhofer.
Das Handy ist derzeit das wichtigste Arbeitsmittel von Georg Zellhofer.

Altachs Klubchef Karlheinz Kopf spricht von „ein paar wenigen“ Kandidaten.

Altach. Mehr als zwei – so ist die Aussage von Altachs Vereinspräsident Karlheinz Kopf zu deuten, wenn er von „ein paar wenigen“ Kandidaten in Sache Trainerfrage spricht. Dass die Gespräche auf der Suche nach „Mister X“ in die Endphase biegen, will der 59-Jährige gar nicht verhehlen. Die Frage, ob es denn bis Weihnachten schon den neuen Mann auf der sportlichen Kommandobrücke des Cashpoint SCR Altach gibt, wollte und konnte Kopf noch nicht beantworten. Fakt ist aber: Nach den Vor-Sondierungsgesprächen mit den möglichen Trainerkandidaten durch Georg Zellhofer werden nunmehr vertiefende Gespräche geführt, in der neben einer Kennenlernphase vor allem auch das sportliche Konzept ein Thema ist. „Es geht ja nicht nur darum, dass ich mir eine Meinung gebildet habe. Auch nicht darum, ein Weihnachtsgeschenk in Person eines Trainers zu erhalten, sondern vielmehr um eine wichtige strategische Ausrichtung für den Verein“, spricht der 56-jährige Sportchef der Altacher Klartext.

Klar ist er sich auch dessen, dass eine Variante mit Werner Grabherr und ihm als UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber auf der Bank das Problem nicht gelöst hätte. „Weil erst 2018 der nächste Trainerkurs beginnt, und sicher nicht, weil ich es Werner nicht zutrauen würde“, lässt Zellhofer keine falsche Interpretation seiner Worte zu. Angesichts der gestiegenen Popularität des Klubs sieht er die Trainersuche als „spannende Aufgabe“ an. Kein Wunder, hat doch die Online-Fußballseite des US-amerikanischen TV-Senders ESPN dem Altacher Fußball-Märchen eine große Geschichte gewidmet.

Zellhofer bittet um Geduld

So gesehen kann Zellhofer nur schmunzeln, wenn er sich an die Worte von Sturm-Trainer Franco Foda erinnert, der über seine Grazer von der „besten Mannschaft“ gesprochen hat. „Wir haben noch einen draufgelegt“, ist seine Antwort, wohl wissend, dass sich sein Dank vor allem an die Spieler zu richten hat. „Ein Riesenkompliment an die Mannschaft und ihren Charakter.“ Zumindest sechs Wochen lang, so Zellhofer weiter, könne man die Tabelle nicht mehr „verrücken“.

Bezüglich der Trainersuche müsse man einfach noch Geduld haben. „Wir haben nicht zehn Kandidaten, aber ganz so einfach ist es auch nicht.“ Und der Niederösterreicher liefert auch die Erklärung dafür: „Der Abgang von Damir Canadi war für uns überraschend. Danach wollten wir in Ruhe die Saison zu Ende spielen. Das war am 18. Dezember, da bleiben nicht mehr viele Tage, auch wenn wir den Markt natürlich schon zuvor sondiert haben.“

Ein Problem in der (noch) vakanten Position des Cheftrainers sieht Zellhofer nicht, zumal die ersten beiden Trainingswochen bereits vorgeplant sind, ebenso das Trainingslager vom 20. bis 27. Jänner in Alicante. Auch lässt er keinen Zweifel daran, dass zum Trainingsstart am 9. Jänner auch der neue Trainer da sein wird.

Dann sollte auch die Baugenehmigung für die Südtribüne da sein. Eine notwendig gewordene Verlegung einer Abwasserleitung hat für eine erneute Verzögerung gesorgt. Präsident Kopf jedenfalls ist optimistisch, dass der Baubeginn – bei guter Witterung – noch vor dem Rückrundenstart erfolgen wird. Zumal auch die Finanzierung auf Schiene ist.

Für den Verein geht es um die strategische Ausrichtung.

Georg Zellhofer
Altach-Chef Karlheinz Kopf (r.) mit dem nunmehrigem Ex-Trainer Damir Canadi. Fotos: gepa/2
Altach-Chef Karlheinz Kopf (r.) mit dem nunmehrigem Ex-Trainer Damir Canadi. Fotos: gepa/2
Netzer und Co. auf ESPN.
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