Mut, Herz und Verstand

Kultur / 01.04.2026 • 11:05 Uhr
Mut, Herz und Verstand
Nach Dr. Doolitle im letzten Jahr steht heuer “Der Zauberer von Oz” auf dem Programm des Spielkreises Götzis.

Am Ostermontag feiert der Spielkreis Götzis mit dem Stück „Der Zauberer von Oz“ Premiere.

Götzis Ein Wirbelsturm, der das Gewohnte hinwegfegt, ein Mädchen, das sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfindet, und eine Reise, die weit mehr ist als ein bloßes Abenteuer: In der Bühnenfassung von Manfred Hinrichs Bettinger entfaltet „Der Zauberer von Oz“ die bekannte Geschichte mit klarer dramaturgischer Linie und zugleich zeitloser Symbolkraft. Im Mittelpunkt steht Dorothy, die gemeinsam mit ihrem Hund Toto durch ein Naturereignis in das geheimnisvolle Land Oz gelangt, wo sie unfreiwillig zur Auslöserin eines Umsturzes wird, als sie auf der bösen Hexe des Ostens landet. Von diesem Moment an wird ihr Weg zu einer Suche nach Rückkehr und Orientierung, die sich weniger als äußere Bewegung denn als innere Entwicklung lesen lässt.
Auf ihrem Weg zur Smaragdstadt begegnet sie Gefährten, die scheinbar an sich selbst zweifeln: eine Vogelscheuche ohne Verstand, ein Blechmann ohne Herz und ein Löwe ohne Mut. Gemeinsam stellen sie sich Prüfungen, bestehen Gefahren und entdecken Schritt für Schritt, dass das, was ihnen zu fehlen scheint, längst in ihnen angelegt ist.

Generationenübergreifendes Theatererlebnis

Hinrichs Bettingers Bearbeitung folgt der Vorlage von Lyman Frank Baum, reduziert sie jedoch für die Bühne und konzentriert sich auf die klare Zeichnung der Figuren und die narrative Stringenz. Die Begegnung mit dem Zauberer wird dabei zum zentralen Moment der Entzauberung, in dem sich Wunsch und Wirklichkeit berühren. So wird das Stück zu einer Parabel über Selbstvertrauen und Erkenntnis, in der die Rückkehr nach Hause nicht nur ein geografisches Ziel beschreibt, sondern die Einsicht markiert, dass Mut, Herz und Verstand nicht verliehen werden müssen. Mit der Premiere am Ostermontag bringt der Spielkreis Götzis diese zeitlose Geschichte als generationenübergreifendes Theatererlebnis auf die Bühne, getragen von der Spielfreude von 32 Kindern. Die Inszenierung konzentriert sich auf die klare Erzählstruktur und die zeitlose Botschaft der Vorlage von Lyman Frank Baum, die von Selbstvertrauen, Freundschaft und innerer Reifung erzählt. Die Aufführungen finden am 6., 11., 12., 18. und 19. April jeweils um 17 Uhr im Vereinshaussaal der Kulturbühne Ambach statt und laden ein breites Publikum zu einem spannenden Nachmittag ein.