Dornbirn feiert mit Erbstücken und Stimmen

Freiluftausstellung persönlicher Erbstücke und ein musikalisches Event in der Pfarrkirche St. Martin.
Dornbirn Dornbirn rückt anlässlich von 125 Jahren Stadterhebung die Menschen in den Mittelpunkt: ihre Erinnerungen, ihre Stimmen, ihre Geschichten. Am Samstag, 9. Mai, eröffnet das Stadtmuseum Dornbirn um 10 Uhr auf der Museumswiese vor dem Haus am Marktplatz 11 die Ausstellung „125 Erbstücke“. Im Anschluss versammeln sich um 11.15 Uhr Dornbirns Chöre in der Pfarrkirche St. Martin zu einem Geburtstagsständchen.

Die Ausstellung erzählt Stadtgeschichte über persönliche Gegenstände. In großformatigen Porträts zeigen Dornbirnerinnen und Dornbirner ein Erbstück, das für sie Bedeutung hat, und erzählen in Interviews dessen Geschichte. Die Fotografien sind auf der Museumswiese sowie an den Fassaden rund um das Stadtmuseum zu sehen. Damit wird die bis 18. Oktober geöffnete Schau zu einer zugänglichen Freiluftausstellung, die Dornbirns Geschichte aus vielen Blickwinkeln sichtbar macht.

Zur Eröffnung begrüßt Bürgermeister Markus Fäßler die Besucherinnen und Besucher, Museumsleiterin und Kuratorin Petra Zudrell führt in die Ausstellung ein. Musikalisch gestaltet wird der Auftakt von Vox Amabilis und dem Chor „Mann o Mann“.

Zu den Porträtierten zählen Biobäuerin Gertrud Baumgartner, die mit einem Topf Erde ihre Lebensgrundlage symbolisiert, Marco Hamida mit einem Teekrug als Erinnerung an seine Familiengeschichte, Lena Schwärzler mit einer Sammeltasse ihrer Großmutter sowie Profifußballer Bekem Bicki mit dem Siegelring seines Großvaters. Die Fotografien stammen von Sarah Mistura, die Interviews von Theresia Bilgeri.

Nach der Ausstellungseröffnung führt der Festvormittag in die Pfarrkirche St. Martin. Dort findet das „Fest der Stimmen – Dornbirns Chöre feiern ihre Stadt“ statt. Mit dabei sind Kirchenchöre, weltliche Chöre, Ensembles, der Damenchor Chornetto, der Männerchor „Mann o Mann“ sowie zahlreiche Kinder- und Jugendchöre. So entsteht ein Bild der musikalischen Breite Dornbirns: Jung und Alt, kirchliche Tradition, weltliches Liedgut und Nachwuchsarbeit begegnen einander. Unter der Gesamtleitung von Paul Faderny werden die Sängerinnen und Sänger von einem Orchester aus Lehrpersonen der Musikschule Dornbirn, Musikerinnen und Musikern des Jugendsinfonieorchesters und des Collegium Instrumentale sowie fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern der Musikschule begleitet. Am Flügel ist Tobias Jacob zu erleben.

Den Höhepunkt bildet Ludwig van Beethovens Chorfantasie c-Moll op. 80. Das Werk beginnt mit einem frei wirkenden Klavierpart, entfaltet sich im Dialog mit dem Orchester und mündet in den Eintritt des Chores. Damit wird es am Europatag zu einem Zeichen für Gemeinschaft und die verbindende Kraft der Musik. Für Faderny ist das Konzert ein klingendes Zeichen: Menschen verschiedener Generationen und Chöre unterschiedlicher Prägung kommen zusammen, um gemeinsam etwas Großes entstehen zu lassen.

Zum Abschluss wird das Geburtstagsständchen zur Sache der ganzen Stadt: Wenn „Mi Doarobioro“ erklingt, ist auch das Publikum eingeladen mitzusingen. Der Eintritt zum Konzert ist frei.