2021 bisher 141 Tote auf Österreichs Straßen

Ticker / 28.06.2021 • 12:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Verkehrstoten in Österreich sind im ersten Halbjahr (bis 27. Juni) zum zweiten Mal in Folge gesunken. Nachdem die Zahl laut Innenministerium 2020 von 191 (2019) auf 144 gesunken ist, ging sie 2021 abermals auf 141 zurück. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) möchte mit einer am Montag veröffentlichten „Verkehrssicherheitsstrategie“ die Zahl bis 2030 noch einmal halbieren.

„Dass die Zahl der Verkehrstoten im laufenden Jahr sowie im Jahr 2020 deutlich geringer war als in den Jahren zuvor ist erfreulich, jedoch großteils auf die Pandemie zurückzuführen. Um die Zahl der Verkehrstoten langfristig zu senken, sind tiefgehende Maßnahmen notwendig – vor allem auch im Bereich der nichtangepassten Geschwindigkeit“, sagte Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) in einer Aussendung.

Nichtangepasste Geschwindigkeit war im laufenden Jahr bisher die häufigste Unfallursache bei tödlichen Verkehrsunfällen. „Mit dem Raser-Paket wurde ein erster wichtiger Schritt für die Vermeidung von Unfällen mit stark überhöhter Geschwindigkeit getätigt. Wichtig ist nun, dass diese Problematik auch in den kommenden Jahren ausreichend Beachtung findet“, so Thann.

Gewessler will durch eine „rücksichtsvolle Verkehrskultur“ die Zahl der Verkehrstoten in Österreich halbieren. „Und ab diesem Jahr soll kein Kind mehr sein Leben auf Österreichs Straßen verlieren“, hieß es. Auch Schwerverletzte gelte es künftig, „noch besser zu verhindern“. Die Strategie für die Jahre 2021 bis 2030 legt zudem erstmals ein besonderes Augenmerk auf die aktive Mobilität, also auf Radfahren und zu Fuß gehen. Folgende Handlungsfelder werden unter anderen adressiert: Sichere und klimafreundliche Mobilität, sichere Freilandstraßen, Bewusstseinsbildung, Aus- und Weiterbildung sowie effektive Logistik.